GOMEL, 15. Februar (BelTA) – Die Soldaten-Internationalisten haben mit ihrem Mut und Tapferkeit der jungen Generation ein Vorbild statuiert. Sie haben bewiesen, dass man auch nach dem Krieg Mensch bleiben kann. Diese Meinung äußerte die Tochter eines Soldaten-Internationalisten aus Gomel. Alesja Pleschkunowa lebt in Gomel und besuchte heute eine Kundgebung anlässlich des 37. Jahrestages des Abzugs sowjetischer Truppen aus Afghanistan.
Die Tochter von Gennadi Pleschkunow kommt immer mit besonderen Gefühlen zur Gedenkstätte für die Soldaten-Internationalisten. Es ist eine Mischung aus Stolz, Dankbarkeit und Schmerz für diejenigen, die in jenen schwierigen Jahren Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt „in der Hölle auf Erden“ ihre internationale Pflicht erfüllten.
„Der 15. Februar bleibt unvergesslich. Nicht nur für unsere Familie, sondern auch für alle Patrioten in Belarus. Lasst uns am Jahrestag des Abzuges der sowjetischen Truppen aus Afghanistan an diejenigen erinnern, die nicht nach Hause zurückgekehrt sind. Aber auch an diejenigen, die das ganze Leben lang in der Gefangenschaft ihrer Erinnerungen geblieben sind“, sagte die Frau.

Ihr Vater war ein halbes Jahr in Afghanistan, aber er hat jeden Tag und jede Nacht in Erinnerung behalten. „Er wurde in die Sowjetarmee einberufen, diente in Panzertruppen und hat alle Schrecken des Afghanistan-Krieges durchgemacht. Er hat mir nie von dem erzählt, was er dort erlebt hatte. Aber ich habe ihn aus den Albträumen erwachen sehen und wusste, wie sehr er die Stille schätzte. Meine Mutter hat er nach der Armee kennengelernt. Und für sie kam der Krieg durch schreckliche Verletzungen an seinem Körper und unsichtbare Verletzungen in seiner Seele ins Haus“, teilte Alesja Pleschkunowa mit.
Alesja ist ihrem Vater dankbar, dass er seine Pflicht mit Ehre erfüllt hat und dass er nach seiner Rückkehr nicht zusammenbrach, sondern ein Leben aufbauen konnte. „Er hat eine Familie gegründet, mich und meinen Bruder erzogen und arbeitet weiter für die Zukunft unseres Landes. Mit ihrem Beispiel haben uns die internationalistischen Kämpfer viel beigebracht, vor allem was Mut und Tapferkeit sind. Sie haben bewiesen, dass man auch nach der schwersten Prüfung Mensch bleiben kann. Wir sind uns bewusst, dass unser friedliches Leben mit einem hohen Preis bezahlt wird, daher müssen wir diese Erinnerung einfach aufbewahren und weitertragen. Alle Gefallenen, ruhet in Frieden! Allen, die am Leben sind, wünsche ich Gesundheit und Frieden“, sagte Alesja Pleschkunowa.
Am 15. Februar 1989 verließ der letzte sowjetische Soldat die Brücke der Freundschaft, die die UdSSR und Afghanistan verband. So endete der Abzug des sowjetischen Kontingents aus dem Land, in dem der Krieg mehr als neun Jahre dauerte. Ungefähr 620.000 sowjetische Bürger nahmen in Afghanistan Krieg teil, davon rund 30.000 Belarussen.
