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01 März 2026, 22:12

Chrenin zum Austritt Polens aus der Ottawa-Konvention: Von uns geht keine Bedrohung für sie aus

Wiktor Chrenin. Screenshot des Videos des Fernsehsenders „Belarus 1“
Wiktor Chrenin. Screenshot des Videos des Fernsehsenders „Belarus 1“
MINSK, 1. März (BELTA) – Belarus hat gelassen, aber aufmerksam auf den Austritt Polens aus der Ottawa-Konvention reagiert. Das erklärte der belarussische Verteidigungsminister Wiktor Chrenin in einem Programm des Fernsehsenders „Belarus 1.“

Bei der Kommentierung des kürzlichen Austritts Polens aus der Ottawa-Konvention, die den Einsatz von Antipersonenminen verbietet, und der aus diesem Land stammenden Drohungen, im Bedarfsfall die Grenze zu Belarus zu verminen, betonte der Verteidigungsminister, dass solche Entscheidungen und Erklärungen der polnischen Seite nicht unterschätzt werden dürften.

„Wir beobachten ihre Handlungen aufmerksam. Wir verstehen, dass alles, was in den Medien lautstark angekündigt wird, immer einen versteckten Subtext hat: dass es irgendwo bestimmte Pläne gibt oder etwas anderes. Wir müssen auf alles vorbereitet sein“, sagte Wiktor Chrenin.

Seinen Worten zufolge ist die Reaktion des Militärs gelassen, aber aufmerksam und wachsam, wie es der Präsident von Belarus fordert. „Keine Selbstzufriedenheit, keine Entspannung. Wir führen Aufklärung durch, bewerten, beobachten, reagieren und planen unsere Handlungen. Aber von uns geht keinerlei Bedrohung für sie aus“, betonte Wiktor Chrenin.

Polen hat seit dem 20. Februar die Verpflichtungen aus der Ottawa-Konvention ausgesetzt. Dieser internationale Vertrag verbietet den Einsatz, die Lagerung, die Produktion und die Weitergabe von Antipersonenminen.

Der stellvertretende Leiter des polnischen Verteidigungsministeriums, Cezary Tomczyk, hatte angemerkt, dass die Behörden des Landes planten, die Produktion dieser Munition aufzunehmen sowie Systeme zur Fernverlegung von Minen zu schaffen.

Polnische Medien berichteten, dass Warschau im Rahmen des Programms „Ostschild“ beabsichtige, die Produktion von Minen zur Platzierung an der Grenze zu Belarus und dem russischen Gebiet Kaliningrad hochzufahren.

Über den Austritt aus der Ottawa-Konvention zum Verbot von Antipersonenminen hatten zuvor auch Litauen, Lettland, Estland und Finnland erklärt.
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