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"Thema im Gespräch "
MINSK, 25. Januar (BelTA) – US-Präsident Donald Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte haben eine Einigung zu Grönland erzielt. Dabei haben sie nicht gefragt, was Dänemark dazu denkt, das diesem Deal nicht zustimmen kann. Das sagte Militärexperte Alexander Alessin in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Trump beschreibt in einem seiner Bücher, wie man Verhandlungen führt und Deals abschließt. Zunächst sollte man die andere Partei mit überzogenen Forderungen überraschen, damit er überrumpelt ist. Und dann sollte man die Forderungen senken, damit er vor Glück die „reduzierten“ Forderungen akzeptiert“, sagte Alexander Alessin.
Der Experte ist der Ansicht, dass US-Präsident Donald Trump genau diese Strategie in Bezug auf Grönland verfolgt. „Zuerst stellte er Forderungen für ganz Grönland – kaufen oder erobern. Aber unter Vermittlung des NATO-Generalsekretärs wurden Konturen eines möglichen Deals sichtbar“, fügte er hinzu.
Alexander Alessin machte darauf aufmerksam, dass sich Trump und Rutte in ihrer Einigung darauf festgelegt haben, dass die USA nicht das ganze Grönland brauchen. „Diese ganze gigantische Insel braucht Trump wirklich nicht – er braucht nur die Orte, wo man Raketenabwehr, Überwachung und Systeme der U-Jagd gegen Russland und China stationieren kann. Genau diese Landstriche in Grönland möchte er in sein Eigentum bekommen“, betonte der Analyst.
„Interessant ist, dass Dänemark nicht gefragt wurde. Grönland fragt eh niemand, aber hier wurde auch Dänemark ignoriert. Und es ist fraglich, ob Dänemark diesem Szenario zustimmen würde. Wenn sich Dänemark dagegen sträubt, könnten möglicherweise riesige Wirtschaftssanktionen seitens der USA verhängt werden“, resümiere der Experte.
