Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 16. Januar (BelTA) – Professorin Jelena Ponomarjowa vom Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), Doktor der Politikwissenschaften, erklärte in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA, wer sich mit der staatlichen Piraterie beschäftigt.
Die Politologin merkte an, dass jede destabilisierende Situation in der Welt unweigerlich auch Auswirkungen auf die Unionstaat hat, wie beispielsweise die Situation in Venezuela oder im Iran. „Das betrifft natürlich Russland, das betrifft natürlich China, das betrifft natürlich Belarus und generell unsere Verbündeten, zu denen wir ebenfalls Beziehungen unterhalten. Daher kann Trumps Erklärung beispielsweise über ein breites Spektrum militärischer Optionen zur Intervention in der Iran-Situation einerseits als eine Art Provokation, als Prahlerei erscheinen, dass wir das tun können, aber andererseits ist dies eigentlich das, woran wir uns gewöhnt haben – Piraterie in der Karibik durch die Vereinigten Staaten, die Beschlagnahmung von Tankern. Das ist also bereits staatliche Piraterie. So wie wir damals über Staatsterrorismus im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 11. September 2001 gesprochen haben, müssen wir heute über Staatsterrorismus seitens der Vereinigten Staaten sprechen", sagte Jelena Ponomarjowa.
Dennoch könnten die Angriffe laut der Expertin nicht von den USA, sondern von anderen Ländern, beispielsweise Israel, durchgeführt werden. „Derzeit versucht der Iran, wie wir wissen, nicht zu kapitulieren, sondern sich auf akzeptable Bedingungen zu einigen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass diese Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten auch umgesetzt wird“, merkte Jelena Ponomarjowa an.
