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"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. Januar (BelTA) – Der US-Angriff auf Venezuela ist auch ein Schlag gegen eine Organisation wie die OPEC, die zur Kontrolle von Ölfördermengen-Quoten gegründet wurde. Das erklärte der Experte für nationale Sicherheit, Alexander Tischtschenko, im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem BELTA-YouTube-Kanal.
Der Experte kommentierte die Situation rund um Venezuela und den Präsidenten dieses Landes, Nicolás Maduro, der von den Amerikanern entführt wurde. Alexander Tischtschenko zufolge spielten Energieressourcen dabei keine geringe Rolle. „In Venezuela gibt es Schweröl, und alle amerikanischen Raffinerien in dieser Region sind genau auf Schweröl ausgelegt. In dieser Hinsicht haben die USA ebenfalls ein Interesse. Die Amerikaner erklärten, dass die Bodenschätze Venezuelas Eigentum Amerikas sind“, sagte er.
Alexander Tischtschenko bemerkte, dass der Angriff auf Venezuela durch die USA auch ein Schlag gegen einzelne internationale Organisationen geworden sind. „Man muss breiter und umfassender schauen. Das ist auch ein Schlag gegen die OPEC. Es geht darum, dass die OPEC offenbar verdrängt werden wird. Und die gesamte weltweite Ölindustrie wird sich wieder auf das Thema der „Sieben Schwestern“ (gemeint sind die sieben größten Unternehmen, die im letzten Jahrhundert im Welthandel mit Öl dominierten – Anm. BELTA) reduzieren. Und heute werden sie wahrscheinlich wieder die Bedingungen diktieren“, meint der Experte.
Bei der Erklärung, worin hier das Interesse der USA liegt, betonte er, dass die Ölförderung in Amerika und Venezuela im Vergleich zu den Ländern des Nahen Ostens nicht billig ist. „Amerika ist ein niedriger Ölpreis nicht vorteilhaft. Es braucht teures Öl – im Bereich von $100-150 (pro Barrel – Anm. BELTA). Das ist die optimale Variante für die Amerikaner. Heute ist Öl um das Zwei-, wenn nicht sogar Mehrfache billiger. Und alles läuft darauf hinaus, dass die Bedingungen auf dem Markt durch das Recht des Stärkeren diktiert werden“, resümierte Alexander Tischtschenko.
