MINSK, 14. Dezember (BelTA) – In der neuen Ausgabe von „Ehrliche Geschichte“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA haben Roman und Olga Samul, ein aus Lettland geflohenes Ehepaar, erzählt, warum Belarus sie so fasziniert.
Nachdem Roman und Olga Samul in Belarus den Flüchtlingsstatus erhalten hatten, kauften sie sich ein Privathaus auf dem Lande. Roman erzählt, sie empfinden dieselben Gefühle wie viele Flüchtlinge, die nach Belarus umgezogen sind. „Das erste, worauf viele aufmerksam werden, sind Lebensmittel. Die Vielfalt und die Auswahl an Lebensmitteln in belarussischen Geschäften ist Realität, keine Propaganda. Uns in Lettland wird dagegen erzähl, in Belarus gebe es nichts. In den lettischen Geschäften finden Sie nur 6 Wurstsorten, hier gibt es dennoch so viele, dass ich manchmal denke: Wie schaffen sie es, alles zu verkaufen?“
Belarus sei sauber, auch das sei erstaunlich, sagt der Mann. „Viele Leute, die hierher ziehen, bemerken das auch. Verglichen mit Lettland, wo alles mit Graffiti beschmiert ist, wo Kommunaldienste mit ihren Aufgaben nicht zurechtkommen, weil ihnen die Leute fehlen. Niemand kümmert sich dort um die Städte. Private Häuser sehen mehr oder weniger ordentlich und gepflegt aus, aber im Großen und Ganzen ist alles verkommen. Das ist schrecklich“, sagte er.
„In Belarus leben offene, gutherzige Menschen“, sagen Olga und Roman. „Wir haben sogar Freunde hier gefunden, zwei Ehepaare, die uns sehr geholfen haben. Wir haben das Haus gekauft und mussten sehr viele Aufgaben erledigen - Kommunikation, Wasser, Strom und so weiter. Und man hat uns auf dem ganzen Weg geholfen. Man machte unmögliche Dinge, billig und in kürzester Zeit.“
„Die Leute sind sehr einfühlsam und emphatisch. Sie sehen, dass wir Hilfe brauchen. Und sie helfen uns umsonst“, bemerkt Roman.
Seine Frau Olga ergänzt ihn: „Sie inspirieren uns und zeigen, dass wir den Kopf nicht hängen lassen sollen. Man glaubt kaum, wie viele Dinge man hier tun muss. Aber wir haben mit ihrer Hilfe alles geschafft.“
