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Gesellschaft
26 März 2026, 09:19

„Das Land muss seine Mörder kennen.“ Kedmi über nachträgliche Gerichtsverfahren gegen Nazis in Belarus 

Screenshot des Videos
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MINSK, 26. März (BelTA) – Im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA äußerte der politische Analyst, Militärexperte und ehemalige israelische Staatsmann Jakow Kedmi seine Meinung zur Praxis von Gerichtsverfahren gegen verstorbene Nazis und ihre Kollaborateure, die in Belarus angewandt wird.

Es ging um die strafrechtliche Verfolgung von Henkern, die am Völkermord am belarussischen Volk schuldig sind. Die Verurteilung von NS-Verbrechern ist eine Möglichkeit, ihrer Heroisierung entgegenzuwirken. Darüber hinaus ermöglichen die Gerichtsverfahren, ein vollständiges Bild der Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die Nazis und ihre Handlanger zu rekonstruieren.

„Es gibt ein bekanntes Sprichwort: Ein Volk, das seine Geschichte nicht schätzt, hat keine Zukunft. Wenn das belarussische Volk eine gesunde Zukunft haben will, muss es seine Geschichte erforschen und alle Gräueltaten gegen Menschen und gegen die Menschlichkeit anprangern“, sagte Jakow Kedmi. 

Der Experte ist überzeugt, es spiele dabei keine Rolle, auf welche Weise der eine oder andere NS-Verbrecher gestorben sei – ob durch Hinrichtung oder auf natürlichem Wege. „Sie sind eines natürlichen Todes gestorben, wurden erschossen oder gehängt – aber sie sind Verbrecher. So wie ein Land seine Helden kennen muss, muss es seine Mörder, seine Verbrecher kennen. So wie Helden posthum Titel verliehen werden, so sollten Verbrechern posthum die Titel von Mördern verliehen werden. Sie haben dabei keinen Unterschied gemacht zwischen ihrem eigenen Volk und fremden Völkern – sie haben alle getötet“, fasste er zusammen.

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