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14 Januar 2026, 15:59

„Das Muster auf dem globalen Teppich ändert sich.“ Expertin vergleicht Geopolitik mit einem Wandteppich

MINSK, 14. Januar (BelTA) - Die moderne Geopolitik gleicht einem riesigen Wandteppich. Zieht man an einem einzigen Faden, verändert sich das gesamte Muster auf dem globalen Teppich – und diese Veränderungen können mitunter dramatisch sein. Diese Ansicht vertrat Jelena Ponomarjowa, habilitierte Politikwissenschaftlerin und Professorin am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“.

Angesichts der weltweiten Situation und der Krisen in diesem Jahr hob die Expertin hervor, dass alle politischen Abläufe miteinander verbunden sind. „Das globale System ist äußerst instabil. Diese Instabilität wird stark von den Globalisierungsprozessen beeinflusst, die der bekannte, umstrittene Henry Kissinger einst als Amerikanisierung bezeichnete. Er stellte fest, dass Globalisierung im Grunde genommen Amerikanisierung bedeutet. Tatsächlich waren es amerikanische transnationale Konzerne, die diese globalen Entwicklungen angestoßen haben. Sie haben eine weitreichende Vernetzung in den Bereichen Wirtschaft, Technologie, Finanzen und Logistik erreicht. Sogar der Klimawandel, ganz zu schweigen von verschiedenen medizinischen Experimenten, sind Konsequenzen dieses globalen Systems“, betonte Jelena Ponomarjowa.

Sie betonte, dass jegliche Unruhen oder Farbrevolutionen Auswirkungen auf andere Länder, einschließlich Belarus und Russland, haben, sowohl direkt als auch indirekt. Die Professorin verwies auf einen französischen Autor, der unter dem Pseudonym Maxime Chattam bekannt ist. „Die moderne Geopolitik ist ein komplexes Netz, und wenn man irgendwo an einem Faden zieht, verändert sich das gesamte Muster des globalen Teppichs. Manchmal sind diese Veränderungen gravierender, als sie zunächst erscheinen. Und was bedeuten diese tiefgreifenden Veränderungen? Dass man ihnen nicht entkommen kann, selbst wenn man sich am anderen Ende der Welt glaubt zu befinden“, erklärte Jelena Ponomarjowa. „Es ist von großer Bedeutung, dass diese Veränderungen auch die Länder betreffen, mit denen wir Bündnisbeziehungen unterhalten.“
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