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"Thema im Gespräch "
MINSK, 26. Januar (BelTA) – Die Gründung des Friedensrats von Donald Trump ist praktisch ein Zeichen dafür, dass die UNO sich jetzt „ausruhen“ kann. Diese Meinung äußerte der Militärkorrespondent der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“, Oberst a. D. Wiktor Baranez, in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal von BelTA.
Wie der Experte feststellte, gibt es mehrere grundlegende Ursachen für die Gründung des Friedensrats. „Erstens ist dies faktisch ein Zeichen Trumps, dass die UNO sich „ausruhen“ kann, dass sie nichts mehr entscheidet und nicht mehr so viele Länder verwalten kann, obwohl sie sich auf dem Territorium der USA befindet. Wie ein Landsmann von mir sagte, würde er an die UNO glauben, wenn ihr Hauptquartier in Woronesch oder Minsk wäre – dann sähe die Sache anders aus“, betonte er.
Wiktor Baranez betonte auch, dass der amerikanische Präsident große, schwierige und ehrgeizige Pläne habe und Donald Trump die Machtverhältnisse auf der internationalen Bühne sehr gut verstehe. „Trump hat den Hype mitgenommen und befindet sich auf einer Welle des politischen, diplomatischen und militärischen Erfolgs. Man muss seine Stärken anerkennen. Er geht mit großen Schritten auf die Ziele zu, die er erreichen will. So auch der Friedensrat“, sagte er.
Gleichzeitig schließt der Militärexperte nicht aus, dass der neue Rat Länder und Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen, Positionen und Interessen, einschließlich finanzieller Interessen, zusammenbringen wird. „Nehmen wir an, 64 Länder kommen zusammen und 40 von ihnen sind bereit, der Ukraine im Krieg gegen Russland zu helfen. Was wird Trump dann sagen? Wir haben diese listigen Spiele schon gespielt und verstehen sehr gut, wie diese gezinkten Karten verteilt werden“, schloss Wiktor Baranez.
