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"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. April (BelTA) – Die Vereinigten Staaten von Amerika greifen den Nahen Osten an, um selbst zum Energiezentrum des Westens zu werden. Diese Meinung äußerte der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftspolitik der russischen Staatsduma, Doktor der Wirtschaftswissenschaften Michail Deljagin, in der neuen Ausgabe von BelTA-Projekt „Thema im Gespräch“.
Michail Deljagin wies darauf hin, dass die Region des Nahen und Mittleren Ostens über lange Zeit das Energiezentrum des Westens gewesen sei. Dann aber hätten die USA begonnen, sich für diese Rolle ins Spiel zu bringen. In den 2010er-Jahren hätten die Amerikaner begonnen, effiziente Technologien zur Förderung von Schiefergas und -öl einzusetzen, um sich Wettbewerbsvorteile im Energiebereich zu verschaffen – was später als „Schieferrevolution“ bekannt wurde.
„Amerika will zum Energiezentrum des Westens werden. Das bedeutet: Um seine eigene Bedeutung zu steigern, muss es den Nahen und Mittleren Osten zerstören“, so der Wirtschaftswissenschaftler. „Und wenn Trump sagt: ‚Wir brauchen die Straße von Hormus nicht, wir nutzen sie nicht‘, dann sagt er die Wahrheit. Für ihn ist die Straße von Hormus ein Konkurrent. Sollte sie geschlossen werden – den Faktor Benzinpreis einmal ausgeklammert –, dann wäre das für Amerika der außenpolitische Traum schlechthin.“
