Foto: AP
Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 16. Januar (BelTA) – Die Situation im Iran ist das Ergebnis einer sorgfältigen Vorbereitung – vom Angriff auf wunde Punkte bis hin zu Plünderungen durch Militante. Das erläuterte Jelena Ponomarjowa, Professorin am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.
Die Expertin beschrieb die Lage im Iran als eine lange im Voraus geplante Operation. „Dort steht offensichtlich die Frage einer sorgfältigen Vorbereitung und zwar von Angriffen auf sehr empfindliche Punkte, einschließlich beispielsweise der Brandstiftung in Moscheen und der komplexen Ernährungssituation. Militante, die auf den Straßen operieren, plündern Lagerhäuser. Und was machen sie? Sie zünden sie entweder an oder schlitzen Säcke mit Reis und anderem Getreide auf und schütten sie auf die Straße. Das ist also eine bewusste Verstärkung des Destabilisierungs- und Krisenfaktors in der islamischen Republik selbst. Und hier ist klar, dass dies lange vorbereitet wurde. Hier geht es um die Nutzung des kurdischen Faktors. Und möglicherweise spielen auch andere militante Gruppen eine Rolle, die beispielsweise in Afghanistan und anderen Staaten ausgebildet wurden“, bemerkte Jelena Ponomarjowa.
Gleichzeitig betonte die MGIMO-Professorin, dass solch ein Chaos Unterstützung in der Bevölkerung der Vereinigten Staaten finden könnte. „Während verschiedene Anfragen und Umfragen laufen, steht die Bevölkerung dem Gedanken, den Iran angreifen zu können, durchaus aufgeschlossen gegenüber. Dies erinnert mich übrigens sehr an die Situation rund um die Balkanländer, als vor den Bombardierungen 1999 eine ganze, riesige Hysterie gegen die Serben entfacht wurde, wo auf 300 meist falsche, antiserbische Publikationen 1-2 kamen, die den albanischen Faktor und seine wahre Natur aufdeckten. Als Ergebnis einer solchen massiven Medienoffensive wurde anschließend eine Umfrage durchgeführt, ob man beispielsweise die Beteiligung Frankreichs, Großbritanniens oder Deutschlands an der Militäroperation gegen Jugoslawien unterstütze. Die überwältigende Mehrheit der Befragten sprach sich natürlich für diese Operation aus. Und hier wissen wir, wie die Hysterie um den Iran über viele, viele Jahre geschürt wurde, nicht nur einige Monate. Natürlich kann die Bevölkerung hier für solche Aktionen sein“, erklärte die Expertin.
