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Der Fall BPC (aktualisiert): Ermittlungskomitee versetzt Sulejman Kerimow in den Anklagestand

Gesellschaft 02.09.2013 | 13:07
MINSK, 2. September (BelTA) – Die Ermittlungsbehörden der Republik Belarus haben den Uralkali-Aktionär Sulejman Kerimow im laufenden Strafverfahren „Belarus Potasch Company“ in den Anklagestand versetzt, teilte ein PR-Sprecher des Ermittlungsausschusses der Republik Belarus der Telegraphenagentur BelTA mit.

Gegen den russischen Milliardär sei ein Untersuchungshaftbefehl erlassen worden. Nach Kerimow fahnde sowohl belarussische Polizei als auch Interpol.

Die Ermittler haben die Handlungen von Suleiman Kerimow als Machtmissbrauch und Missbrauch der Amtsstellung (gem. Art. 16 und Art. 424 des Strafgesetzbuches der Republik Belarus) qualifiziert. Für dieses Delikt beträgt die maximale Haftstrafe 10 Jahre mit Vermögensbeschlagnahme.

Außerdem verfügen die Ermittler über mehrere Fakten, die von rechtswidrigem Handeln russischer Top-Manager sowie des Uralkali-Aktionärs Sulejman Kerimow und Uralkali-CEO Wladislaw Baumgertner zeugen. Durch dieses Handeln hätten die Angeklagten der Russischen Föderation erheblichen Schaden zugefügt. Ihre Taten enthalten Verbrechensmerkmale, die in der russischen Kriminalgesetzgebung vorgesehen werden.

Angesichts dessen analysiert der Ermittlungsausschuss der Republik Belarus die vorhandenen Informationen, die nachher zusammengefasst und an die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderationen geleitet werden.

Belarussische Innenbehörden sind bereit, der russischen Staatsgeneralanwaltschaft jede Ermittlungshilfe zu leisten, darunter bei Prüfung von Informationen bezüglich mutmaßlicher Beziehungen Kerimows mit kriminellen Gruppierungen im Kaukasus.

Wie BelTA aus sicherer Quelle zugetragen wurde, können in der nächsten Zeit Informationen über sonstige Akteure der „BPC-Affäre“ bekannt gegeben werden. Außerdem sollen bald alle Fragen bezüglich Erhebung von Anklagen, Vermögensbeschlagnahme und Beschlagnahme von Aktiva der Uralkali, auch im Ausland, geklärt werden.

Wie bereits berichtet, sind in Belarus gegen den Uralkali-CEO Wladislaw Baumgertner und einige führende Top-Manager der Belarus Potash Company strafrechtliche Untersuchungen eingeleitet worden. Baumgertner wird vorgeworfen, als Chairman der Vertriebsgesellschaft Belarusian Potash Company (BPC) seine Macht "zum Zweck des persönlichen Nutzens" missbraucht zu haben. Andere Akteure, die bereits von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben wurden, werden des Amts- und Machtsmissbrauchs zur eigenen Bereicherung und der Schadenszufügung nationalen Interessen der Republik Belarus und den Unternehmen Belaruskali AG und BPC AG beschuldigt.
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