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02 Februar 2026, 09:00

„Der Mechanismus ist bereits eingeschaltet“. Geworgjan über das Chaos um den Iran und die Beziehungen zu Belarus 

Archivfoto
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MINSK, 2. Februar (BelTA) – Der Mechanismus zur Erzeugung von Chaos um den Iran ist bereits in Gang gesetzt, es wurden Mittel darin investiert. Das sagte die russische Politologin und Orientalistin Karine Geworgjan im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA, die auch über die Beziehungen zwischen dem Iran und Belarus sprach.

Bei ihren Überlegungen dazu, dass das Thema Iran aufgrund seiner geografischen Lage nicht verschwinden wird, merkte Karine Geworgjan an, dass es jene gibt, die an Chaos interessiert sind. Die Orientalistin verwies auch auf die Beziehungen zwischen Belarus und dem Iran und betonte, dass die Staaten an kontinentalen Kommunikationswegen interessiert seien. „Und überhaupt sind die Sympathien Teherans für Minsk in ihrer Intensität durchaus vergleichbar mit den Sympathien für Moskau. Vielleicht sind sie in gewisser Hinsicht sogar etwas wärmer. Manchmal hat man das Gefühl, dass es dort eine Art warme Komponente gibt. Es gibt eine gewisse Zuneigung der Iraner zu Belarus. Sagen wir, wenn es in der iranischen Führungselite und generell im Iran eine skeptische Haltung gegenüber Moskau im Zusammenhang mit verschiedenen historischen Ereignissen gibt, so gibt es diese gegenüber Belarus nicht“, sagte Karine Geworgjan. 

Die Orientalistin merkte an, dass der Westen damit fortfahren wird, Chaos um den Iran zu befördern: „Der gesamte Westen, selbst derjenige, der sich untereinander bis aufs Messer bekämpft (hier wird gestritten, dort wird Fisch eingewickelt), wird Chaos veranstalten. Dieser Mechanismus ist bereits eingeschaltet. Es wurden Mittel darin investiert.“

„Gleichzeitig stellt sich die Frage der vollständigen Blockade der Ostsee für die russische Flotte, jede beliebige. Es gibt eindeutig eine Art verdächtige, unschöne Ruhe um Transnistrien. London und Kiew haben einige Trumpfkarten im Ärmel, denn Transnistrien ist ungeschützt. Die Türkei verhält sich recht seltsam: nach allen Seiten, wie man so sagt. Ankara versucht, mit Teheran eine Vereinbarung zu treffen: Wenn man euch angreift und die Flüchtlinge strömen herein, muss das alles richtig organisiert werden, lasst uns eine entmilitarisierte Zone auf eurem Territorium entlang unserer Grenze einrichten“, sagte Karine Geworgjan. Sie fügte hinzu, dass die iranischen Aserbaidschaner während des 12-tägigen Krieges weder in die Türkei noch nach Aserbaidschan gegangen seien. „Sie kamen aus vertrauensbasierten Gründen nach Armenien. Dort sind sie sicherer. Und die Armenier nahmen sie sozusagen mit offenen Armen auf. Nicht einen einzigen Konflikt. Im Gegenteil, in Armenien sagte man, dass diese Menschen Flüchtlinge sind, wir haben großes Mitgefühl für sie“, bemerkte die Orientalistin.
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