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20 März 2026, 13:10

„Der Präsident ist bereit, Frauen diese Möglichkeit zu bieten.“ Petkewitsch über den zweiten kostenlosen IVF-Versuch in Belarus

MINSK, 20. März (BelTA) – Die stellvertretende Ministerpräsidentin Natalja Petkewitsch teilte Journalisten Einzelheiten des Entwurfs des Dekrets „Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation“ mit, das dem Staatsoberhaupt vorgelegt wurde.
Die Vizepremierministerin merkte an, dass der belarussische Staatschef vor einigen Monaten angeordnet habe, sich erneut mit dem Thema der In-vitro-Fertilisation (IVF) zu befassen. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alles auf natürliche Weise geschehen würde, aber das ist nicht immer möglich. Die Initiative des Staatsoberhauptes bestand darin, den Ansatz noch liberaler zu gestalten und Frauen einen breiteren Zugang zur IVF-Behandlung zu ermöglichen“, sagte Natalja Petkewitsch.

Gemäß dem Entwurf des Dekrets, der vom Staatsoberhaupt geprüft wurde, können Frauen zwei kostenlose IVF-Versuche erhalten. Dabei steht das Recht auf diese Versuche nicht nur verheirateten, sondern auch alleinstehenden Frauen zu. „Der Präsident ist fest entschlossen, Frauen diese Möglichkeit unbedingt zu gewähren. Auch wenn es sich dabei nicht um eine riesige Anzahl von Kindern handelt, die die demografischen Probleme auf globaler Ebene lösen würde, so ist doch jedes Kind, jeder neue Bürger von Belarus, ein großes Glück und eine große Freude“, betonte Natalja Petkewitsch.
Die stellvertretende Ministerpräsidentin wies auch auf den Altersfaktor hin. Derzeit steht Frauen bis zum Alter von 40 Jahren ein erster kostenloser IVF-Versuch zu. Auf kostenpflichtiger Basis kann dieses Verfahren jedoch bis zum Alter von 50 Jahren durchgeführt werden. Der Entwurf des Erlasses „Über die Durchführung der In-vitro-Fertilisation“ sieht die Möglichkeit vor, einen zweiten kostenlosen Versuch bis zum Alter von 49 Jahren zu gewähren. Dies gilt auch für Fälle, in denen eine Frau ihr erstes Kind infolge einer IVF-Behandlung zur Welt gebracht hat.

Zudem bleibt der Grundsatz bestehen, wonach ein kostenloser IVF-Versuch nur in staatlichen medizinischen Einrichtungen durchgeführt wird. Die Vizepremierministerin wies darauf hin, dass sich in der Liste der Einrichtungen, die IVF-Behandlungen anbieten, auch private medizinische Einrichtungen befinden. Gleichzeitig zeigen Statistiken, dass die Erfolgsrate der In-vitro-Fertilisation in staatlichen Gesundheitseinrichtungen deutlich höher ist.

„Wenn der Staat die Verpflichtung übernimmt, einer Frau die Möglichkeit zu geben, eine IVF-Behandlung in Anspruch zu nehmen, muss er dafür sorgen, dass diese so effektiv und auf hohem Niveau wie möglich durchgeführt wird, wobei die Gesundheit von Mutter und Kind garantiert gewährleistet sein muss“, betonte Natalja Petkewitsch.
Nach den Worten der Vizepremierministerin habe der Staatschef zudem betont, dass die weltweit fortschrittlichsten Praktiken zur Durchführung dieses Verfahrens in allen Phasen noch einmal geprüft werden müssten. „Alles, was dafür nötig ist, muss im Land vorhanden sein, auch wenn zusätzliche finanzielle Mittel benötigt werden. Dies ist ein Thema, mit dem wir uns so intensiv wie möglich befassen müssen, um zu prüfen, inwieweit unser nationales System den weltweit fortschrittlichsten Praktiken entspricht“, fügte sie hinzu.

Sie merkte an, dass der Präsident angeordnet habe, das Dokument mit dem Belarussischen Frauenverband abzustimmen, um zu diesem Thema nicht nur die Meinungen von Medizinern einzuholen.

Der Gesundheitsminister Alexander Chodschajew legte den Journalisten Statistiken zur Erfolgsquote der IVF-Behandlung in staatlichen medizinischen Einrichtungen vor. Seinen Angaben zufolge liegt diese Quote bei 38 %. Dabei wies der Gesundheitsminister darauf hin, dass diese Zahl nicht von heute auf morgen erreicht wurde. „Als wir mit der IVF-Praxis begannen, lag diese Zahl bei etwa 30 %. Dann wurden die Methoden verbessert, und im letzten Jahr, das wir operativ analysiert haben, betrug die Erfolgsquote 38 %. Das liegt etwas über den weltweiten Zahlen“, stellte Alexander Chodschajew fest.

Dabei, fügte er hinzu, arbeiten die Spezialisten bei der Vorbereitung auf die IVF-Behandlung individuell mit jeder Frau: „Es ist sehr wichtig, dass alle von uns durchgeführten Verfahren keinen Schaden anrichten. Es ist wichtig, mit jeder Frau zu sprechen und ihr Hoffnung zu geben, wenn wir die Möglichkeit haben, diese Behandlung durchzuführen.“
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