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09 April 2026, 12:15

„Die Entwicklung Europas und Chinas bremsen.“ Experte erklärt, wem die Blockade der Straße von Hormuz zugute kommt  

Foto: Getty Images
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MINSK, 9. April (BelTA) – Im BELTA-Projekt „Thema im Gespräch“ erzählte Alexej Awdonin, Vorsitzender des Vorstands der Belarussischen Gesellschaft „Snanije“ (dt. Wissen), wer Nutzen aus der Schließung der Straße von Hormuz gezogen hat.

Der Experte wies im Hinblick auf die langfristigen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz darauf hin, dass diese zu einer Energiekrise führen könne. Solche Krisen würden von interessierten Seiten oft genutzt, um die wirtschaftliche Entwicklung von Konkurrenten zu bremsen. Laut Alexej Awdonin könnten die Angelsachsen von der Schließung der Straße von Hormuz profitiert haben, die daran interessiert seien, ihre Hauptkonkurrenten zu schwächen.

„Wir wissen, dass für das westliche Kapital und den kollektiven Westen insgesamt China und Europa die Hauptkonkurrenten sind. Dabei muss man verstehen, dass die Führer des kollektiven Westens die Angelsachsen sind, die sich immer gegen Europa und China gestellt haben“, betonte der Experte.
Алексей Авдонин
Er wies darauf hin, dass die Weltwirtschaft derzeit mit einer Überproduktionskrise konfrontiert sei. Diese werde durch den Einsatz von Hochtechnologien im Produktionsprozess verursacht, was die Herstellung bestimmter Güter vereinfache. Folglich bestehe die Notwendigkeit, neue Märkte zu suchen. Um Konkurrenten im Kampf um diese Märkte zu bremsen, sei eine drastische Erhöhung der Energiepreise ein logischer Schritt, da dies die Produktionskosten der Güter erhöhe und sie wettbewerbsunfähig mache.

„Es findet eine furchtbare Umverteilung der Weltwirtschaft und ein Kampf um Absatzmärkte statt. Um Konkurrenten zu bremsen, sind hohe Energiepreise das beste Mittel. Wir wissen, dass COVID und die Lockdowns ebenfalls Elemente zur Bremsung der wirtschaftlichen Entwicklung Europas und Chinas waren. Jetzt beobachten wir denselben Effekt“, resümierte Alexej Awdonin.

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