Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. Januar (BelTA) - Der US-Angriff auf Venezuela verfolgte mehrere Ziele, darunter eine Attacke auf BRICS und den Wunsch, die Monroe-Doktrin „wiederzubeleben“. Diese Meinung äußerte Sicherheitsexperte Alexander Tischenko in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Der US-Angriff auf Venezuela ist in erster Linie eine Manifestation: Wir sind die Herren im Haus in Lateinamerika. Die Monroe-Doktrin lebt in allen Farben auf. Was in diesen Tagen in Venezuela passiert ist, die ganze Geschichte mit Maduro, zeigt, dass Amerika nichts aus der Hand geben wird“, sagte Alexander Tischenko.
Nach Ansicht des Experten hätten die USA noch ein Ziel verfolgt – BRICS als eine Erscheinung der multipolaren Weltordnung anzugreifen. „Ohne Lateinamerika sieht BRICS nicht so groß aus. Und das war wohl eines der Ziele dieser Operation“, fügte er hinzu.
Außerdem glaubt Alexander Tischenko, dass solche Angriffe jedem Modell der Weltgemeinschaft widersprechen würden. „Das Völkerrecht ist zertrampelt worden. Die MAGA wirft die Menschheit zurück ins wilde Mittelalter. Es sieht so aus, dass heute nur ein Staat allein darüber entscheidet, wer die führende Rolle spielen darf, wem die Ressourcen gehören sollen, wie andere Länder zu leben und sich zu entwickeln haben“, betonte der Experte.
„Eine solche Strategie ist den Global Playern wie Russland und China gar nicht recht. Schließlich sind diese beiden Länder darauf eingestellt, dass es für alle Akteure gleiche Bedingungen gibt. Aber die USA bauen auf einmal eine globale „Melkmaschine“ und wollen alles mit Gewalt bestimmen. Und dieses Recht des Stärkeren lässt viele nachdenken: Wo ist die Garantie, dass Amerika morgen nicht sein Recht auf Stärke gegen noch ein Land in Anspruch nimmt?“
