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22 März 2026, 12:42

Diplomat: EU-Verbot belarussischer Visa-Karten ein Beispiel für überzogene Sanktionen

MINSK, 22. März (BelTA) - Das Verbot von Visa-Karten durch die Europäische Union, die von drei belarussischen Banken ausgegeben werden, ist ein Beispiel für überzogene Sanktionen, sagte der Geschäftsträger von Belarus bei der EU, Sergej Panasjuk, gegenüber TASS.

„Die Entscheidung des Visa-Zahlungssystems ist ein typisches Beispiel für übertriebene Sanktionen. Wir bestehen weiterhin darauf, dass restriktive Maßnahmen, die nicht vom UN-Sicherheitsrat gebilligt wurden, rechtswidrig sind. Doch selbst wenn man diesen Aspekt außer Acht lässt, sind die EU-Sanktionen heutzutage ein völlig undurchsichtiges und intransparentes Instrument, das nicht nur gegen Belarus, sondern auch gegen Dutzende von Ländern eingesetzt wird und das selbst europäische Beamte nicht mehr verstehen“, betonte der belarussische Diplomat.

Sergej Panasjuk merkte an, dass die übermäßige Anwendung von Sanktionen besonders besorgniserregend sei, da insbesondere humanitäre Ausnahmen in der Praxis wirkungslos blieben. Sanktionen entwickeln sich somit zu einem unmenschlichen, willkürlichen Strafinstrument Brüssels gegen unliebsame Länder.

„Diese illegalen Maßnahmen treffen die Bürger und verletzen ihre Grundrechte, nicht nur das Recht auf Bankkarten, sondern auch fundamentale Rechte wie das Recht auf Arbeit, Freizügigkeit, Zugang zu Nahrungsmitteln und Medikamenten, medizinische Versorgung und, in einigen eklatanten, dokumentierten Fällen, sogar das Recht auf Leben“, erklärte der Geschäftsträger.
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