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Gesellschaft
06 April 2026, 12:35

Direktor des Wissenschaftlich-Praktischen Zentrums für Traumatologie und Orthopädie spricht über die schwierigsten Operationen

MINSK, 6. April (BelTA) - Welche schwierigsten Operationen im Wissenschaftlich-Praktischen Zentrum für Traumatologie und Orthopädie durchgeführt werden, sagte der Direktor des Zentrums für Traumatologie und Orthopädie , Michail Gerasimenko, im Fernsehsender STV.

„Im Zentrum werden täglich etwa 25 bis 30 Operationen durchgeführt. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Eingriffe der höchsten Komplexitätsstufe. Zum Vergleich: Eine Skoliose-Operation kann bis zu 11 Stunden dauern. Auch Operationen bei schweren Verletzungen des Beckens, der Knochen und der Gliedmaßen können 5 bis 6 Stunden in Anspruch nehmen. Das sind also langwierige, komplizierte Eingriffe. Zu uns kommen überwiegend Patienten mit schwierigen Fällen“, so Michail Gerasimenko.
Er betonte, dass er selbst auf Kniegelenkspathologien spezialisiert sei  – also auf arthroskopische Behandlungen und Kniegelenksprothesen. „Natürlich gehe ich heute nicht mehr so oft in den OP wie in jungen Jahren, als ich als einfacher Arzt in der Abteilung arbeitete und 2-3 Operationen pro Tag durchführte. Heute versuche ich, einige Male pro Woche in den OP zu gehen und zu operieren“, so Gerasimenko.

Laut ihm ist das Niveau der belarussischen Traumatologie äußerst hoch. Die meisten Probleme und Verletzungen, die es weltweit gebe, könne man hierzulande behandeln. „Wir haben alles dafür: gut ausgebildetes Personal, entsprechende Ausrüstung – Dank an den Staat – sowie das nötige Instrumentarium und Verbrauchsmaterialien. Das ist sehr wichtig, wenn ein Arzt, der mit einem schwerwiegenden Problem konfrontiert ist, alles hat, um den Patienten zu heilen“, fügte Michail Gerasimenko hinzu.
Nach seinen Worten gibt es derzeit alle Möglichkeiten, um die gestellten Aufgaben zu lösen, doch in der Traumatologie sind der Perfektion keine Grenzen gesetzt. Es sei ein rasant wachsender medizinischer Bereich. Was vor einem Jahr noch erstaunlich gewesen sei, werde in einem Jahr bereits zum Alltag gehören – und zwar in allen Kliniken des Landes.

„Ich begann 1997 zu arbeiten. Direkt nach dem Studium wurde ich in die Notaufnahme des 6. klinischen Krankenhauses für Traumatologie eingewiesen. Die Zeiten waren sehr schwierig. Die Ausstattung war so gut wie nichts. Die Hälfte unserer Patienten wurde mit der Methode der Skelettextension behandelt, die noch in den 1940er-1950er Jahren entwickelt worden war. Der Vergleich zwischen damals und heute ist wie Tag und Nacht“, bemerkte der Direktor des Wissenschaftlich-Praktischen Zentrums für Traumatologie und Orthopädie.

„Um auf die Skelettextension zurückzukommen, mit der wir fast alle Patienten behandelten: Bei einem Oberschenkelbruch lag der Patient 3, 4, 6 Monate in Extensionsbehandlung, war ans Bett gefesselt. Heute operieren wir mit speziellen Metallimplantaten. Nach ein bis zwei Tagen läuft der Patient schon wieder. Das ist ein absoluter Beweis für die Entwicklung der Technologien und dafür, was der Staat tut, um diese Technologien bei uns voranzutreiben“, fasste er zusammen.

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