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05 August 2026, 21:45

Einkommenswachstum und günstige Kredite: Was treibt die Immobilienpreise 2026 weiter in die Höhe?

MINSK, 5. August (BelTA) – Wiktoria Krassowskaja, Generaldirektorin des Nationalen Katasteramts, hat die Gründe für den anhaltenden Anstieg der Immobilienpreise im Jahr 2026 erläutert. 

Trotz rückläufiger Transaktionszahlen verzeichnet der Minsker Wohnungsmarkt laut Krassowskaja weiterhin steigende Preise. „Im Vergleich zum ersten Quartal sind die Wohnungspreise in belarussischen Rubeln um 3 % und in US-Dollar um 6 % gestiegen. Im Jahresvergleich liegt das Plus bei durchschnittlich 18 % bzw. 27 %“, erklärte sie.

Mehrere Faktoren treiben die Wohnungspreise im ersten Halbjahr 2026 an. An erster Stelle steht das steigende Einkommen, das die Kaufkraft trotz der höheren Preise stützt. „Laut statistischen Daten stiegen die realen verfügbaren Einkommen der Bevölkerung im Zeitraum Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9 %. Die weiterhin relativ günstigen Kreditbedingungen und die Stabilität des Wechselkurses der Landeswährung spielen dabei ebenfalls eine Rolle“, betonte die Amtsleiterin.

„Gleichzeitig gibt es ein Ungleichgewicht zwischen dem Marktangebot und der Kaufbereitschaft der Bevölkerung. Dies zeigt sich im wachsenden Angebot an Wohnungen in Neubauten und dem gleichzeitigen Rückgang im gefragtesten Segment – den Wohnungen in Standardqualität, die traditionell den Großteil der Transaktionen ausmachen. Zudem ist die Nachfrage nach Wohnungen in modernen Gebäuden derzeit rückläufig“, hob die Expertin hervor.

Sie ging auch auf den Einfluss der Nachfrage ausländischer Käufer ein, der häufig diskutiert wird. „Statistiken zeigen, dass der Anteil aller Nichtansässigen am gesamten Transaktionsvolumen in den letzten Jahren stabil bei 4–6 % lag, wobei die überwiegende Mehrheit der Transaktionen von belarussischen Staatsbürgern getätigt wird. Die Anzahl der von russischen Staatsbürgern erworbenen Wohnungen liegt zwischen 140 und 145 pro Quartal, mit einem durchschnittlichen Quartalsvolumen von 3.100–4.900 Transaktionen. Daher hat die Nachfrage von Nichtansässigen, einschließlich russischer Staatsbürger, keinen entscheidenden Einfluss auf die aktuellen Preise. Die wichtigsten Markttreiber bleiben die Binnenwirtschaft und die Nachfrage belarussischer Käufer“, so Wiktoria Krassowskaja abschließend.

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