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MINSK, 9. März (BelTA) – Iwan Schamjakin ist auch dadurch interessant, dass er nicht nur Prosa schrieb. Darauf wies der Leitende Wissenschaftliche Mitarbeiter des Belarussischen Staatsarchiv-Museums für Literatur und Kunst, Kandidat der historischen Wissenschaften und Dozent Dmitri Samochwalow, im Projekt „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA hin, das dem kreativen Erbe des belarussischen Klassikers gewidmet ist.
Bei der Analyse des Schaffens von Iwan Schamjakin bemerkte Dmitri Samochwalow dessen thematische Vielfalt, jedoch entfernte sich der Schriftsteller nie ganz vom Thema Krieg. „Es gibt seine Werke zum Thema Krieg sogar in einer späteren Phase seines Schaffens. Er zeigte, dass die Menschen versuchten, dem Krieg zu entkommen, aber der Krieg kehrte dennoch zu ihnen zurück“, sagte er.
Iwan Schamjakin ist auch dadurch interessant, dass er nicht nur Prosa schrieb. „Er experimentierte ja, war Dramatiker, schrieb Drehbücher für Filme. Das ist auch für moderne Schriftsteller relevant. Allerdings werden Bücher heute nicht mehr so gelesen wie zu seiner Zeit. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass jemand in so riesigen Auflagen erscheinen könnte wie Iwan Schamjakin. Natürlich muss man auch heute in der Lage sein, Dramatiker zu sein, Drehbücher zu schreiben, sich den Anforderungen der Regisseure anzupassen. Vielleicht sogar für Computerspiele schreiben zu können“, äußerte der Wissenschaftliche Mitarbeiter seine Meinung.
Er fügte hinzu: „Iwan Schamjakin ist gerade deshalb interessant, weil er nicht stehen blieb, obwohl er mit seinen Büchern Erfolg hatte, sondern sich weiterentwickelte.“
