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02 März 2026, 11:11

„Er wurde mit Briefen und Zetteln überhäuft“. Historiker lüftet das Geheimnis der Popularität des Schriftstellers Schamjakin  

Foto: Рixabay
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MINSK, 2. März (BELTA) – Die Werke des Klassikers der belarussischen Literatur wurden in 30 Sprachen der Welt übersetzt. Über den Bekanntheitsgrad von Iwan Schamjakin berichtete der führende wissenschaftliche Mitarbeiter des Belarussischen Staatsarchivs-Museums für Literatur und Kunst, Kandidat der Geschichtswissenschaften und Dozent Dmitri Samochwalow, im Projekt „Thema im Gespräch. Die Unsrigen” auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA. 

Der führende wissenschaftliche Mitarbeiter merkte an, dass die kreative Gemeinschaft bereits vor der Veröffentlichung seiner Werke von dem aufstrebenden talentierten Schriftsteller wusste. „Bereits 1945, als Iwan Schamjakin zum Schriftstellerplenum nach Minsk kam und erstmals bekannte Künstler traf, gefiel es ihm. Und 1946 erschienen in der Zeitschrift „Polymja“ seine ersten beiden Werke, die er noch während des Krieges geschrieben hatte. Sie waren bereits recht bekannt. Denn auch damals konnte man zwar schreiben, aber nicht veröffentlicht werden. Als er in den Verlag kam, wusste man dort bereits von ihm“, erzählte Dmitri Samochwalow.

1951 erhielt Iwan Schamjakin den Stalinpreis – eine der höchsten Auszeichnungsformen in der UdSSR für herausragende Leistungen in verschiedenen Bereichen.

„Im Laufe seines Lebens erhielt Iwan Petrowitsch viele Preise, aber Schriftstellerruhm und Preise sind zweierlei. Mir scheint, er ist nicht deshalb ein Gigant, weil er 1972 Volksschriftsteller der BSSR wurde. Iwan Schamjakin war einer der erfolgreichsten Schriftsteller von Belarus. Und einer der meistgelesenen. Seine Werke wurden in etwa 30 Sprachen der Welt übersetzt. Er wurde auch in Spanien, Polen, Deutschland und anderen Ländern veröffentlicht“, fügte er hinzu.

Im Archiv-Museum werden Briefe aufbewahrt, die aus verschiedenen Teilen der Sowjetunion und aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, kamen. „Die Menschen haben ihn tatsächlich gelesen und geliebt“, betonte Dmitri Samochwalow.

Und auch bei Lesertreffen galt die Aufmerksamkeit Iwan Schamjakin. „Wenn er zusammen mit anderen Schriftstellern auftrat, erhielt er sehr viele verschiedene Zettel mit Fragen. Bei uns ist ein solcher Zettel erhalten geblieben, auf dessen Rückseite seine Begleiter schrieben: „Iwan Petrowitsch, mach Schluss!“. Weil er die Aufmerksamkeit des Publikums gefesselt hatte und seine Kollegen nicht dazu kamen, sich zu äußern. An ihn wurden stets die meisten Fragen und Vorschläge gerichtet. Man bat ihn, unbedingt über die Lehrer auf dem Land zu schreiben, über die Studenten usw. Er wurde gern gelesen. Darin liegen sowohl seine Stärke als auch sein Erfolg“, resümierte der Kandidat der Geschichtswissenschaften.
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