MINSK, 15. Februar (BelTA) - Auf der Insel des Mutes und der Trauer in Minsk fand heute eine Kundgebung statt, die dem Gedenktag der Internationalistischen Kämpfer gewidmet war.
An der Veranstaltung nahmen Veteranen des Afghanistan-Krieges, Vertreter aus der Regierung und öffentlichen Vereinen, Studenten und Schulkinder teil. Sie alle legten Kränze und Blumen am Denkmal nieder.
„37 Jahre sind seit dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan vergangen. Am 15. Februar ehren die Menschen im ganzen Land das Gedenken an unsere Landsleute, die an jenen tragischen und heroischen Ereignissen teilgenommen haben. Wir sind grenzenlos dankbar für ihren Mut. Ihre Tapferkeit und ihr Heldentum. Sie folgten dem Befehl. 30 Tausend Belarussen haben die Afghanistan-Schule hinter sich. Sie nahmen nicht nur an den Kämpfen teil, sondern leisteten auch Unterstützung für das afghanische Volk beim Wiederaufbau des Landes. In fast 10 Jahren des Krieges haben sowjetische Fachleute mehr als 140 volkswirtschaftliche Objekte gebaut. Heute kann man mit Sicherheit sagen, dass Soldaten, Offiziere, Generäle, Diplomaten, Berater, militärische und zivile Experten ihre Pflicht erfüllt haben. Aber leider sind nicht alle von ihnen nach Hause zurückgekehrt“, sagte Verteidigungsminister Wiktor Chrenin.
Heute leisten die ehemaligen Soldaten-Internationalisten eine große Arbeit: Sie nehmen am Leben des Landes und an der Jugenderziehung aktiv teil. „Ihre Leistung, ihr Leben und ihre Treue zur Kampfbruderschaft sind ein gutes Beispiel für unsere Jugendlichen. Die zukünftige Generation muss wissen und nicht vergessen, was die internationalistischen Kämpfer getan haben. Sie muss ihre Heldentat ehren“, betonte der Minister.
Der stellvertretende Vorsitzende der Repräsentantenkammer Wadim Ipatow wies darauf hin, dass die historische Erinnerung für Belarus wichtig ist. „Es ist ein Konzept, das unser Volk verbindet und vereint. Heute nahmen die Abgeordneten der Repräsentantenkammer an der Gedenkveranstaltung teil. Darunter zwei Kollegen, die in Afghanistan ihre internationale Pflicht erfüllten. Wenn wir auf diese Ereignisse zurückblicken, verstehen wir, dass dies nicht nur eine Leistung war, die mit der Erfüllung der internationalen Pflicht verbunden war, sondern auch der Schutz dieses großen, souveränen, unabhängigen Landes. Belarus ist heute ein souveräner Staat, er soll geschützt und verteidigt werden. Aber wir können dies nicht tun, wenn wir der Taten unserer letzten Generationen nicht gedenken werden“, sagte Wadim Ipatow.
Igor Chasanowski, ehemaliger Offizier der Inneren Truppen, erzählte, dass die Soldaten-Internationalisten heute wieder einmal die Gelegenheit bekommen, sich an die Lebenden zu erinnern und jenen Tribut zu zollen, die nicht zurückgekehrt sind.
„Am 15. Februar legen alle Generationen des Innenministeriums an diesem Denkmal die Blumen nieder: Veteranen, aktive Mitarbeiter und der Nachwuchs. Es symbolisiert die unzerstörbare Verbindung von Generationen. Und ich möchte besonders betonen, dass die Erinnerung in unserem Land wirklich das gesamte Volk betrifft. Wir gedenken sowohl der Helden des Großen Vaterländischen Krieges als auch derjenigen, die ihre Pflicht in Afghanistan erfüllt haben.“, sagte Igor Chasanowski.
