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MINSK, 8. April (BelTA) – In der GUS entsteht ein einheitlicher Tourismusraum. Etwa 85% des Exports von Tourismusdienstleistungen von Belarus entfallen auf die GUS-Staaten. Das teilte der Direktor der Nationalen Agentur für Tourismus, Kirill Mascharski, während der Plenarsitzung des 4. Belarussisch-Russischen Tourismus-Kongresses und des Internationalen Tourismusforums Travel Hub „Gemeinschaft“ in Minsk mit.
Kirill Mascharski bemerkte, dass die Länder auf dem Weg der Harmonisierung ihrer Tourismusansätze voranschreiten. „Unsere Veränderungen und Reformen sind eine Stafette der besten Lösungen. Wir übernehmen, verbessern die Erfahrungen der Nachbarn, lösen im Tourismusbereich im GUS-Raum eine Welle positiver Veränderungen aus und schaffen eine gemeinsame Landkarte der Erfolge, in der die Erfahrung eines Landes zur Startrampe für ein anderes wird“, so der Direktor der Nationalen Agentur für Tourismus.
Er betonte, dass in den GUS-Staaten derzeit umfassende Veränderungen in den Tourismusmanagementsystemen stattfinden. Der Haupttrend ist der Weg von fragmentierten Behörden hin zu eigenständigen Agenturen, Ausschüssen, die in der Regel direkt den Regierungen unterstellt sind. Dies ist faktisch eine Anerkennung des Tourismus als einer der Prioritäten der sozioökonomischen Entwicklung der Staaten.
In Belarus ist seit 2026 die Funktion des Regulators der Nationalen Agentur für Tourismus übertragen.
„Unsere Hauptaufgabe ist die Schaffung von Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus in Belarus und die Erhöhung des Beitrags dieser Branche zum Wirtschaftswachstum“, sagte Kirill Mascharski.
Er bemerkte, im Rahmen der GUS entstehe ein einheitlicher Tourismusraum. „Unsere Arbeit trägt Früchte: 85% des Exports von Tourismusdienstleistungen von Belarus entfallen auf die GUS-Staaten. Gleichzeitig entdecken die Belarussen mit großer Freude die Regionen Russlands für sich – Dagestan, Karelien, den wunderschönen Baikalsee, die Region Krasnodar. Auch Reisen nach Aserbaidschan werden immer beliebter. Die Belarussen werden von Tourismus-Baku, den Schlammvulkanen von Qobustan angezogen. Das Gefühl von Tausendundeiner Nacht vermittelt den Touristen das wunderbare Usbekistan, wohin man reist, um die Perlen der Großen Seidenstraße zu sehen, duftenden Plow, östliche Samsa und andere kulinarische Köstlichkeiten zu probieren. Allmählich entdecken die Belarussen auch die Naturschönheiten – die Berge Kasachstans und Kirgisistans“, so Kirill Mascharski.
Dennoch sei das gesamte Potenzial des gegenseitigen Tourismus in der GUS noch nicht ausgeschöpft, so er.
„Trotz der guten Voraussetzungen, des visafreien Regimes, der kulturellen Nähe und der Möglichkeit, in einer gemeinsamen Sprache zu kommunizieren, wird die Branche nur teilweise genutzt. Es ist sehr wichtig, dass wir im Rahmen der Zusammenarbeit das Potenzial erkennen und neue zwischenstaatliche Mechanismen zur Entwicklung der Branche aufbauen, mit Initiativen zur Festlegung von Prioritäten hervortreten und die Entwicklung verschiedener Regionen und ihrer Tourismusinfrastruktur fördern“, erklärte der Direktor der Nationalen Agentur für Tourismus.
Im vergangenen Jahr schlug Belarus vor, das Projekt „Touristische Hauptstädte der Gemeinschaft“ umzusetzen, dessen Hauptziel es ist, das Potenzial nicht der Hauptstädte, sondern gerade der regionalen Städte der Länder zu erschließen.
„Der Tourismus in der GUS ist nicht nur Wirtschaft. Er ist Brücken zwischen Menschen, die dieselbe Sprache sprechen, eine gemeinsame Geschichte erinnern und eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Lassen Sie uns dafür sorgen, dass eine Reise durch die Gemeinschaft nicht zur Notlösung, sondern zur großen Entdeckung für Millionen unserer Bürger wird“, fasste der Direktor der Nationalen Agentur für Tourismus zusammen.
In Minsk findet dieser Tage die „Große Tourismuswoche“ statt. An mehreren Orten der Hauptstadt ist bis zum 11. April eine Reihe von Schlüsselereignissen für die Gastgewerbebranche geplant. Die Hauptveranstaltungen sind der 4. Belarussisch-Russische Tourismus-Kongress, das internationale Forum Travel Hub „Gemeinschaft“ und die 28. Internationale Messe für touristische Dienstleistungen „Erholung-2026“. In das Programm der „Großen Tourismuswoche“ sind auch die Fachmesse Expo HORECA Minsk, das Projekt „Geschmack von Belarus“ und weitere Veranstaltungen integriert.
