Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 19. März (BelTA) – Russland muss alle Anstrengungen unternehmen, um Trump dazu zu bewegen, den Konflikt mit dem Iran zu beenden. Auf diese Notwendigkeit wies der Doktor der Geschichtswissenschaften und Politologe Nikolai Platoschkin in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch” auf dem YouTube-Kanal von BELTA hin.
Nikolai Platoschkin erklärte, dass der Konflikt im Nahen Osten zu einer massiven Migrationskrise führen könne. Sollte der Iran, dessen Bevölkerung mehr als 90 Millionen Menschen umfasst, fallen, würde eine große Flüchtlingswelle nach Eurasien strömen. Die Folgen davon würden natürlich auch Russland betreffen.
„Sie werden alle zu uns kommen. In den Südkaukasus, nach Zentralasien und so weiter. Das ist das Gefährliche daran. Deshalb muss unsere Diplomatie alle Anstrengungen unternehmen, um Trump auf die eine oder andere Weise dazu zu bringen, diesen Krieg zu beenden. Ich glaube, dass er selbst dazu bereit ist. Wir dürfen den Iran nicht aufgeben“, ist der Politologe überzeugt.
Er stimmte der Ansicht zu, dass die Angst vor einer neuen Flüchtlingswelle einer der Gründe sei, warum sich auch Europa vom Krieg gegen den Iran distanziert habe.
„Man muss einfach erklären, dass wir bereit sind, zu vermitteln. Man muss sagen: Sie haben vielleicht nukleare und andere Fragen. Gut, lassen Sie uns jetzt innehalten und die Weltwirtschaft normalisieren. Das ist doch besser für Sie (wir haben ja unser eigenes Öl). Und dann kann man verhandeln. Wenn Sie wollen – verhandeln Sie zu zweit. Wenn Sie wollen – lassen Sie uns dieses Format wählen: der Iran, die Länder am Persischen Golf, soweit sie derzeit betroffen sind, wir und Sie.“ „Man muss Trump einfach einen Ausweg anbieten, bei dem er sein Gesicht bewahren kann“, meint Nikolai Platoschkin.
