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"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. August (BelTA) – Der moldauische Ökonom und Analyst Sergej Banar hat in der aktuellen Ausgabe des BelTA-Projekts „Thema im Gespräch“ erläutert, wer von einem Ende des Konflikts in der Ukraine nicht profitieren würde. Der Analyst kommentierte damit jüngste Äußerungen ukrainischer Parlamentarier zu ihren politischen Positionen.
„Anna Skorochod, die für ihre Insiderinformationen bekannt ist, erklärte, dass David Arachamia – Vertreter des Verhandlungsteams und Hauptprofiteur der Drohnenproduktion – der Letzte in der Ukraine sei, der an einem Ende dieses Konflikts interessiert ist. Denn dies würde das Ende der übermäßigen Gewinne bedeuten; von Milliardeneinnahmen, die nicht nur durch reguläre Erträge, sondern auch durch Korruption generiert werden“, erklärte er und benannte damit Probleme, die eine Lösung des Konflikts gefährden könnten.
„Waleri Saluschny erklärte wiederum, er habe zwölf Jahre lang daran gearbeitet, die ukrainischen Streitkräfte an die NATO-Standards anzupassen, sehe aber mittel- oder langfristig keine Perspektive für einen NATO-Beitritt der Ukraine. Beide Aussagen sind meiner Ansicht nach eindeutig wahlkampforientiert. Dies deutet auf bevorstehende Wahlen hin, die nach der heißen Phase des Konflikts stattfinden dürften“, so Banar.
Mit Blick auf die Frage, ob bei der Lösung der beiden weltweit meistdiskutierten Konflikte – in der Ukraine und im Nahen Osten – nennenswerte Fortschritte erzielt wurden, fügte der Analyst einen weiteren Punkt hinzu: „Zusätzlich zu den Konflikten zwischen Epsteins Koalition und dem Iran sowie zwischen Russland und der NATO in der Ukraine möchte ich einen internen russischen Konflikt – innerhalb des Sadowoje-Kolzo-Rings (der Gartenring-Straße in Moskau) – anführen. Ich glaube, dass diese Konfrontation innerhalb des Rings sowohl für die Lage in Osteuropa als auch in Zentralasien entscheidend sein wird“, betonte er.
Laut Sergej Banar könnte Russland nach einem gewissen Abschwung der dortigen wirtschaftlichen und finanziellen Lage bald wieder „durchweg positive Assoziationen hervorrufen, denn in schwierigen Situationen richtet die Russische Föderation immer wieder die Schultern auf.“
