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06 Januar 2026, 12:54

Experte zieht Parallelen zwischen der Entführung Maduros und der Gefangennahme Husseins

MINSK, 6. Januar (BelTA) – Der Verlauf der US-Operation in Venezuela und die anschließende Entführung des Präsidenten dieses Landes, Nicolas Maduro, deuten darauf hin, dass es sich um Verrat handelte. Diese Ansicht vertrat der Experte für nationale Sicherheit Alexander Tisсhtschenko in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.

„Beachten wir, dass die Operation der USA in Venezuela schnell, kurz und blitzartig verlief. Und obwohl sie als eine Art ideale Operation dargestellt wird, neigt die Expertengemeinschaft zu der Ansicht, dass es ohne Verrat nicht ausgegangen ist. Ein sehr ähnliches Modell wurde seinerzeit im Irak im Fall von Saddam Hussein angewendet – ebenso schnell und fast ohne Widerstand“, sagte Alexander Tisсhtschenko.

Gleichzeitig ist der Experte der Ansicht, dass im Falle einer umfassenden Intervention der USA in Venezuela die lateinamerikanische Region wie Vietnam reagieren könnte. „Es wird ein intensiver Guerillakrieg sein, gegen den Amerika nichts ausrichten kann, so wie damals (in den Jahren des Vietnamkriegs – Anm. BelTA). Das ist etwas, das man nicht kontrollieren kann“, betonte er.

Alexander Tisсhtschenko erinnerte daran, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bereits vor einer möglichen Verwandlung der Aggression gegen Venezuela in ein zweites Vietnam für die USA gewarnt habe. „Anscheinend sind sich die Amerikaner der Schwere dieser Frage bewusst und agieren daher aus der Ferne über bestimmte Kontrollgruppen. Die Tatsache, dass sie keine Truppen entsenden, deutet darauf hin, dass die Frage des Verrats (von Präsident Nicolás Maduro, Anm. BELTA) durch die venezolanischen Eliten durchaus real ist“, meint der Experte.

Er wies auch darauf hin, dass US-Präsident Donald Trump scharfe Äußerungen gegenüber Kuba und Kolumbien gemacht habe. „Diese Andeutung oder sogar Drohung gegenüber den lateinamerikanischen Staatschefs deutet darauf hin, dass sie ihr Umfeld genauer unter die Lupe nehmen sollten. Jeder kann ein solches Schicksal ereilen, wenn es zu einer Unterwanderung durch Agenten kommt. Ich denke, dass die Amerikaner vor nichts zurückschrecken werden, um die Staatschefs der lateinamerikanischen Länder in die Knie zu zwingen“, fasste Alexander Tisсhtschenko zusammen.

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