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03 Februar 2026, 11:58

Experten erzählten, worin sich das unternehmerische Talent von Euphrosyne von Polozk zeigte 

Screenshot des Videos BelTA
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MINSK, 3. Februar (BelTA) – Das Talent von Euphrosyne von Polozk als eine wirtschaftlich denkende, ganzheitliche und zielstrebige Person zeigte sich nicht nur im Bauwesen. Darüber erzählte die Reiseführerin Sofija Matscharaschwili im Projekt „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.

Sofija Matscharaschwili wies auf die Bedeutung der Handlungen hin, deren Ausmaß mit jedem Jahr des Heranwachsens von Euphrosyne von Polozk zunahm. „Als gläubiger Mensch baut sie eine Kirche, sogar zwei, mit einer Grabstätte. Man stelle sich nur vor, welche Dinge sie persönlich geschaffen hat. Natürlich fand sie den Baumeister Ioann. Ja, Bauleute halfen, Arbeiter wurden gefunden – all das ist so, aber die Idee kam doch von ihr, sie nahm sie in Angriff und hob den Status der Stadt Polozk auf welches Niveau! Das ist unbestreitbar, das kann man nicht außer Acht lassen. Ob sie 15, 17, 18, 20 Jahre alt war – nicht wesentlich. Wesentlich ist, dass sie sofort zwei Kirchen auf dem Gebiet des heutigen Erlöser-Euphrosyne-Klosters baute. Darin liegt die enorme Erfahrung und das Lebensziel des Menschen – das Schaffen“, betonte sie.

Die Influencerin, Filmwissenschaftlerin, Künstlerin und Bloggerin Ksenija Leschtschinskaja wies ebenfalls auf eine Tatsache hin, die von der Willenskraft der jungen Fürstentochter zeugt. „In ein Kloster zu kommen, war zu dieser Zeit nicht schwer, aber darin zu bleiben. Ja, man kann Bücher abschreiben, man kann Werke lesen, aber so einen Bau zu entfalten – das ist zum Teil schon eine solche unternehmerische Veranlagung. Nicht viele Männer beherrschen das heute“, so sie.

Ihrer Meinung nach liegt die Stärke von Euphrosyne von Polozk in ihrer Aufrichtigkeit. „All dies tat sie erstens in ihrer Aufrichtigkeit, es gab bei ihr ein inneres Bedürfnis danach. Zweitens verfügte sie über bestimmte Ressourcen, aber sie hätte sie anders nutzen können. Sie hätte ein paar Jahre im Kloster bleiben und um Rückkehr bitten können: zum Reichtum, Fürstentochter sein und heiraten, Ländereien vereinen. Sie hätte ihr unternehmerisches Talent darauf richten können, einen neuen Kanal oder eine Festung zu bauen, Ländereien anzuschließen usw.“, bemerkte Ksenija Leschtschinskaja.

„Sehr richtig wurde das Talent von Euphrosyne als eine wirtschaftlich denkende, ganzheitliche und zielstrebige Person bemerkt. Und nicht nur im Bauwesen“, ergänzte Sofia Matscharaschwili. Sie erinnerte an eine der wichtigsten Reliquien. „Genauso verfuhr sie mit dem berühmten Kreuz, das wir auch das Kreuz von Euphrosyne von Polozk nennen (wurde 1161 vom Goldschmiedemeister Lasar Bogscha auf ihre Bestellung angefertigt. Die Reliquie verschwand zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges. – Anm. BELTA). Sie bezahlte Geld, 40 Griwna übergab sie Lasar Bogscha. Ja, das kostete viel Geld. Und sie erreichte das, setzte es durch. Wir nennen sie die große Euphrosyne, aber jemand wird fragen: Worin liegt ihre Größe? Sie konnte damals, im 12. Jahrhundert, sehr viel. Man sagt, die Zeiten wählt man nicht“, fasste sie zusammen. 
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