MINSK, 16. April (BelTA) – Die Liste der historisch-kulturellen Werte der Republik Belarus umfasst heute 5.696 Objekte. Darüber erzählte Olgerd Tschernjawski, Abteilungsleiter in der Verwaltung für den Schutz des historisch-kulturellen Erbes des Kulturministeriums, heute vor Journalisten.
„Die staatliche Liste der historisch-kulturellen Werte umfasst 5.696 Objekte. Vor kurzem wurde die Rekonstruktion der Christi-Verklärungs-Kirche in Polozk abgeschlossen – sie ist ein Architekturdenkmal aus dem 12. Jahrhundert. Zu Ende sind auch die Arbeiten im Bulgakow-Schloss-und-Parkensemble in Schilitschi, im Männerkloster Schirowitschi, an der Ożeszko-Familiengruftkapelle im Dorf Sakosel und am Rathaus in Tschetschersk“, sagte Olgerd Tschernjawski.
Im Schloss Krewo laufen die Restauration- und Konservierungsarbeiten weiter. Derzeit wird ein Projekt zur Wiederherstellung der Innenhofgebäude erarbeitet. Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten laufen im Nationalen Kunstmuseum, im Gorki-Theater, an der Belarussischen Musikakademie, am Minsker Gefängnisschloss, am Gutshof der Familie Potozki in Beresino und am Alten Schloss in Grodno. Nach Abschluss der Restaurierung des Schlosses Schilitschi hat der Gebietsexekutivausschuss Mogiljow die Arbeiten zur Wiederherstellung des Parks fortgesetzt, und nach Abschluss der Fassadenrestaurierung der Kirche des Leibes Christi in der Stadt Neswisch sind die Arbeiten zur Restaurierung des Innenraums begonnen worden.
Dass an vielen Objekten die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen wurden, ist dem Fonds des Präsidenten der Republik Belarus zur Unterstützung von Kultur und Kunst zu verdanken. Die historischen Stätten werden zu touristischen Anziehungspunkten und tragen zur Entwicklung der lokalen Infrastruktur bei.
„Man darf auch unser immaterielles Erbe nicht vergessen. Derzeit sind sieben Elemente aus Belarus in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zur Zeit wird eine nationale Dokumentation mit dem Titel ‚Gerichte aus geriebenen Kartoffeln: Traditionen der Zubereitung und des Verzehrs in Belarus‘ erarbeitet. Und im Jahr 2027 ist bei der Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses der UNESCO zum Schutz des immateriellen Kulturerbes die Aufnahme des Elements ‚Kultur der belarussischen Sackpfeife‘ geplant“, betonte er.
„Unser historisch-kulturelles Erbe sichert die nationale Identität. Seine Bewahrung ist sehr wichtig, um die Weitergabe der gesammelten einzigartigen Erfahrungen der Vorfahren an die nachfolgenden Generationen zu gewährleisten. Es formt geistige Werte, bringt den Respekt gegenüber der eigenen Geschichte bei und verhindert die Zerstörung des nationalen Reichtums“, sagte Olgerd Tschernjawski.
