MINSK, 18. Februar (BelTA) – Die Region Brest und Serbien zeigen Interesse für engere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Sozialwesen. Darum ging es am 18. Februar bei einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Brest, Pjotr Parchomtschik, und der Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafterin Serbiens in Belarus, Ilina Vukajlović.
„Wir pflegen traditionell gute und herzliche Beziehungen zu Serbien. Wir sehen Wachstumspotenzial in vielen Bereichen. Wir beabsichtigen, die Arbeit fortzusetzen und die Dynamik beizubehalten“, betonte Pjotr Parchomtschik. Insbesondere bietet die Region Brest ihren serbischen Partnern an, die Zusammenarbeit mit der Freien Wirtschaftszone „Brest“ und den Industrieparks in Baranowitschi und Pinsk auszubauen. Vorrangig ist die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitswesen und Tourismus. Der Vorsitzende des Exekutivkomitees des Gebiets Brest schlug vor, die Möglichkeit eines Besuchs serbischer Schüler im Landesweiten Zentrum für patriotische Erziehung der Jugend in der Brester Festung zu erwägen.
„Ich freue mich sehr, heute hier zu sein. Ich hatte die Gelegenheit, die Regionalklinik (das Gebietskrankenhaus Brest – Anm. BELTA) zu besichtigen, mit dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees des Gebiets Brest zu sprechen und Fragen und mögliche Bereiche der Zusammenarbeit zu erörtern. Wenn man Belarussen und Serben fragt, was für sie am interessantesten ist, wissen wir, dass sie antworten werden: alles! Sie sind an absolut allem interessiert. Dazu gehören Medizin, Handel, Joint Ventures und Erfahrungsaustausch. Wir als Botschaft freuen uns, an diesen Beziehungen zwischen Menschen und Unternehmen zu arbeiten“, sagte die Botschafterin. Ihren Worten zufolge sind beide Seiten bestrebt, die vor der Coronavirus-Pandemie bestehenden Kontakte schrittweise wiederherzustellen.
„Die Region Brest verfügt über eine sehr starke industrielle Basis und einen agrarindustriellen Komplex. Das Interesse hier ist enorm“, betonte die Diplomatin. Sie hob insbesondere das belarussische Gesundheitswesen hervor und lobte das hohe Niveau der medizinischen Versorgung und die Professionalität der Ärzte. Ina Vukajlović war von dem Gebietskrankenhaus Brest sehr beeindruckt. Ihren Beobachtungen zufolge ist dies charakteristisch für die Gesundheitseinrichtungen in Belarus. „Viele serbische Patienten kommen nach Belarus, um medizinische Dienstleistungen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie sind nicht nur mit der Versorgung zufrieden, sondern auch mit der menschlichen Behandlung, die sie erfahren haben. Ich glaube, dass sich daraus der Tourismus und alle anderen Bereiche entwickeln werden, die darauf folgen werden“, teilte die Botschafterin ihre Meinung mit.
Laut Ilina Vukajlović hat sie bereits begonnen, über ihren nächsten Besuch in Brest nachzudenken, dessen Programm detaillierter sein wird und Besuche von Unternehmen umfasst.
