KREIS DROGITSCHIN, 23. Januar (BelTA) – Im Kreis Drogitschin wurde die Restaurierung der Grabkapelle der Familie Orzeszko abgeschlossen. Die feierliche Eröffnung fand am 22. Januar statt.
Die Grabkapelle der Familie Orzeszko befindet sich in einem alten Gutshofpark im Agrarstädtchen Sakosel. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Das Gebäude vereint Merkmale des Spätklassizismus und der Neugotik. Die Arbeiten an der Kapelle begannen im Jahr 2019. Im folgenden Jahr nahmen sich Fachleute die Restaurierung des neugotischen Wahrzeichens vor. Das Dach und die Türmchen, die gusseisernen Elemente und die Buntglasfenster wurden restauriert, die Fassade des Gebäudes wurde renoviert und die gepflasterten Wege rund um das historische Gebäude wurden in ihrem früheren Zustand wiederhergestellt. Die Restauratoren haben die Innenausstattung sorgfältig wiederhergestellt, die Dekoration wird durch kunstvolle Stuckarbeiten ergänzt.
All diese Pracht ist das Werk der talentierten Hände der Restauratoren. „Das Gebäude stand lange Zeit offen, praktisch ohne Dach. Als wir das erste Mal hierherkamen, konnte man den Himmel durch die Gewölbe sehen. In der ersten Phase wurden die Trümmer und das alte Dach beseitigt. Dann folgten Maurerarbeiten, die Wiederherstellung des Gewölbes und der zerstörten Türmchen, und anschließend ging es an die Innenausstattung“, erzählte Alexander Kuschneruk, Direktor der Filiale „Brestrestawrazija.“ Er wies darauf hin, dass den Fachleuten erhaltene Fragmente und alte Fotos halfen, anhand derer die notwendigen Elemente rekonstruiert wurden. So arbeiteten die Restauratoren beispielsweise buchstäblich das ganze Jahr 2025 lang an der Verzierung des gemusterten Gewölbes der Kapelle.
„Es scheint nur, dass das Objekt klein ist. Tatsächlich wurde viel Arbeit geleistet. Unsere Leute haben sowohl hier als auch in der Produktionsstätte gearbeitet, Tischlerarbeiten ausgeführt und Glasmalereien angefertigt“, erklärte der Direktor von „Brestrestawrazija“. Der Architekt der Grabkapelle ist übrigens Franciszek Jaszczołd. Er war auch am Projekt zum Bau des Kossowo-Schlosses beteiligt.
Für die Restaurierung der Sehenswürdigkeit in Sakosel wurden Mittel aus dem Kreis- und Gebietshaushalt, dem Fonds des Präsidenten der Republik Belarus zur Förderung von Kultur und Kunst sowie finanzielle Unterstützung von Sponsoren bereitgestellt. „In dieses Objekt wurden etwa Br4 Mio. investiert. Dank der Restauratoren hat sich die Kapelle verwandelt. Ich bin überzeugt, dass dieser Ort Touristen anziehen und sich großer Beliebtheit erfreuen wird“, so Sergej Patschko, Vorsitzender des Exekutivkomitees des Kreises Drogitschin.
Die Restaurierung der Kapelle wurde über mehrere Jahre hinweg von zahlreichen Besuchern beobachtet. Der stellvertretende Kulturminister Sergej Sarakatsch ist der Ansicht, dass dieses architektonische Juwel von Polessje nach Abschluss der Arbeiten seinen Platz auf der touristischen Landkarte von Belarus einnehmen wird. „Meiner Meinung nach hat dieses Objekt ein enormes touristisches Potenzial. Es wird zu einem Highlight auf der touristischen Landkarte der Region Brest werden. Ich bin sicher, dass in naher Zukunft Tausende von Touristen nicht nur aus unserem Land, sondern auch Gäste aus dem Ausland diese Sehenswürdigkeit besuchen werden“, sagte er.
Die Kapelle wird als multifunktionaler Ausstellungsraum für Ausflüge und Ausstellungen genutzt werden.
Im Gebiet Brest wird der Erhaltung von Traditionen und historisch-kulturellen Werten große Bedeutung beigemessen. „Auf den Listen der historisch-kulturellen Werte stehen 773 Objekte im Gebiet Brest. Jedes Jahr beschäftigen wir uns mit der Restaurierung historischer Denkmäler, denn ein Volk, das sich nicht an seine Geschichte erinnert, ist zum Scheitern verurteilt. Wir führen diese Arbeit Stück für Stück durch. Wir haben das Schloss in Kossowo restauriert, das ein wichtiger Anziehungspunkt für Touristen ist, die unsere Region besuchen. Derzeit werden Arbeiten am Schloss von Ruschany durchgeführt. Es ist gelungen, es in das staatliche Programm für die Jahre 2026-2030 aufzunehmen, das nicht nur eine Finanzierung aus dem Haushalt des Gebiets Brest und des Kreises Pruschany, sondern auch aus dem Haushalt der Republik vorsieht. Große Mittel fließen in die Restaurierung der Festung Brest", nannte der Vorsitzende des Exekutivkomitees des Gebiets Brest, Petr Parchomtschik, einige Beispiele. Insbesondere werden die Restaurierungsarbeiten in der Gedenkstätte „Heldenfestung Brest“ aus Mitteln der Unionstaat finanziert. Er betonte, dass die Restaurierung alter Bauwerke nicht schnell durchgeführt werden könne. Sie erfordere mühsame Arbeit und sei mit vielen Nuancen verbunden, darunter auch der Notwendigkeit archäologischer Ausgrabungen. Und das erfordere Zeit, Geduld und das enorme Talent von Fachleuten.
