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07 Februar 2026, 19:00

Historischer Tiefstand: Jugendkriminalität in Belarus in elf Jahren um das 2,5-Fache gesunken

MINSK, 7. Februar (BelTA) - Die Jugendkriminalität in Belarus ist in den vergangenen elf Jahren um das 2,5-Fache zurückgegangen. Dies gab Wiktoria Finewitsch, Leiterin der Direktion für die Überwachung der Jugendgesetzgebung in der Generalstaatsanwaltschaft, bekannt.

Die Generalstaatsanwaltschaft koordiniert die Aktivitäten aller an der Prävention von Jugendkriminalität beteiligten Regierungsbehörden. „Diese Arbeit trägt Früchte. In diesem Jahr haben wir einen historischen Tiefstand bei der Jugendkriminalität verzeichnet. In den vergangenen elf Jahren ist die Jugendkriminalität um das 2,5-Fache gesunken. Im Jahr 2025 werden nur noch 1.060 Straftaten von Jugendlichen begangen; im Jahr 2014 lag diese Zahl bei über 2.500“, sagte Wiktoria Finewitsch.

Die Direktionsleiterin betont, dass die Beteiligung von Kindern an Straftaten unter Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien ein dringendes Problem darstellt. Im Jahr 2025 beging jeder neunte Jugendliche eine solche Straftat, wobei die häufigsten Delikte Erpressung, Betrug, vorsätzliche falsche Gefahrenmeldungen und Diebstahl von Eigentum durch Manipulation von Computerdaten waren. Zugleich wird berichtet, dass jedes zweite Kind als Opfer von Online-Straftaten gilt. Dazu zählen Betrug, Erpressung, Diebstahl von Eigentum durch Computermanipulation sowie die Blockierung von Mobiltelefonen und anderen Geräten. Ein wesentlicher Faktor für diese Problematik ist oft die unzureichende elterliche Aufsicht über die Internetnutzung ihrer Kinder.

Wiktoria Finewitsch erinnerte die Eltern daran, dass am 17. Januar Änderungen des Gesetzes „Über die Rechte von Kindern“ in Kraft getreten sind, die Eltern die Verantwortung übertragen, die Informationssicherheit ihrer Kinder zu gewährleisten, indem sie ihnen die Gefahren von Online-Informationen erklären, ihre Internetnutzung überwachen und verschiedene Software-Tools einsetzen. „Behörden sind dafür verantwortlich, Eltern Informationen und Beratung anzubieten. Unserer Ansicht nach sollten diese Änderungen den schädlichen Einfluss des Internets auf junge Menschen minimieren und die elterliche Verantwortung stärken. Um den Online-Schutz von Kindern zu verbessern, müssen Präventionsstellen ihre Bemühungen intensivieren und regelmäßig Jugendliche und deren Eltern über die Prävention von Straftaten mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere im Internet, informieren und aufklären. Diese Arbeit sollte über soziale Medien und Messenger-Apps erfolgen, die bei jungen Menschen beliebt sind“, fügte sie hinzu.
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