MINSK, 22. Januar (BelTA) – In Belarus findet eine Reihe von Veranstaltungen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt, teilte der Verband belarussischer jüdischer Vereinigungen und Gemeinden mit.
Laut dem Vorsitzenden dieses Verbandes, Oleg Rogatnikow, wird einen Literaturabend im Nationalen Kunstmuseum die Reihe der Veranstaltungen eröffnen. „Er findet am 22. Januar statt. Eingeladen sind Vertreter der Botschaft und Leiter jüdischer Organisationen. Die Zuschauer können sich von Gedichten über den Krieg und das Gedenken mit musikalischer Begleitung mitreißen lassen. Auf dem Literaturabend werden Abschiedsbriefe und Gedichte von Chaim Hefer und anderen Autoren vorgelesen”, sagte Oleg Rogatnikow.
Eine demonstrative Unterrichtsstunde für Schüler im Schloss Mir ist für den 27. Januar geplant. „Dorthin werden Schüler aus belarussischen Schulen kommen. Das Thema der Veranstaltung lautet „Die Gerechten der Völker der Welt und die Heldentaten der Menschlichkeit in den Kriegsjahren“. Alles wird im Rahmen eines Ausflugs organisiert, wir haben versucht, einen Ort auszuwählen, der für die Schüler interessant ist“, betonte er.
Am 29. Januar findet in der Jeschiwa von Woloschin eine geschlossene Vorführung des belarussischen Films „Die Zwillinge von Auschwitz“ statt. „Die Leiter jüdischer Organisationen und Botschafter sind eingeladen. Die Teilnehmer können sich direkt mit dem Kreativteam austauschen, das an dem Film gearbeitet hat. Der Film selbst wird mit englischen Untertiteln gezeigt, und nach der Vorführung findet eine Führung durch die Jeschiwa statt“, sagte Oleg Rogatnikow.
Der nächste Schritt wird die Präsentation der Ausstellung „Menschlichkeit als Entscheidung“ am 4. Februar in der Nationalbibliothek sein. „Es werden Geschichten von Gerechten aus Belarus, Frankreich und Ungarn beleuchtet, denen die Ausstellung gewidmet ist. Vertreter verschiedener Nationalitäten werden über die Heldentaten von Menschen berichten, die während des Krieges Leben gerettet haben. Die Veranstaltung wird im Format eines Konzerts stattfinden, voraussichtlich werden etwa 500 Personen daran teilnehmen. Die Ausstellung selbst kann am Eröffnungstag besichtigt werden, danach wird sie in andere Städte und Gemeinden in Belarus wandern“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes der belarussischen jüdischen Vereinigungen und Gemeinden.
Oleg Rogatnikow wies auch auf die Bedeutung solcher Veranstaltungen hin. „Der Holocaust ist ein besonderer Schmerz. Solche Veranstaltungen werden durchgeführt, damit die Menschen sich der Bedeutung und des Wertes des Friedens in all seinen Erscheinungsformen bewusst werden. Nur so kann eine Wiederholung dieser schrecklichen Ereignisse verhindert werden“, schloss er.
