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02 Oktober 2026, 22:59

Initiative im Unionsstaat: Gemeinsame Datenbank für Vermögenswerte im High-Tech-Sektor geplant

MINSK, 2. Oktober (BelTA) – Gemeinsame Datenbanken, konkrete Investitionsschwerpunkte und Gemeinschaftsprojekte – diese Themen standen im Mittelpunkt einer Sitzung des wissenschaftlichen Expertenrats beim Ständigen Ausschuss des Unionsstaates.

Michail Mjasnikowitsch, Ko-Vorsitzender des wissenschaftlichen Expertenrats beim Ständigen Ausschuss des Unionsstaates und korrespondierendes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften (NAN) von Belarus, schlug die Einrichtung einer gemeinsamen Datenbank für Hochtechnologie-Assets Russlands und Belarus’ vor. Eine solche Datenbank würde es ermöglichen, gemeinsame Initiativen auf die Bedürfnisse des Unionsstaates abzustimmen sowie die für deren Umsetzung verfügbaren Ressourcen und Kompetenzen zu bewerten.

Er fügte hinzu, dass sich Belarus und Russland auf konkrete Investitionsbereiche und gemeinsame Projekte konzentrieren sollten. „Wir müssen die Prioritäten von Belarus und Russland miteinander in Einklang bringen und von allgemeinen Konzepten und Programmen zu einer konkreten projektbasierten Zusammenarbeit übergehen“, betonte der Ko-Vorsitzende des wissenschaftlichen Expertenrats.

Laut Michail Mjasnikowitsch sollten russisch-belarussische Gemeinschaftsunternehmen weiterentwickelt werden. „In Belarus sind rund 2.400 Unternehmen mit russischem Kapital tätig. In Russland sind 238 Unternehmen mit belarussischem Kapital registriert. Etwa 71 % der belarussischen Unternehmen in Russland sind im Groß- und Einzelhandel aktiv. Es gilt, verstärkt auf eine Zunahme von Projekten im verarbeitenden Gewerbe zu achten. Genau dieser Bereich sollte für Gemeinschaftsunternehmen eine Schlüsselrolle spielen“, fügte er hinzu.

Ein weiterer Vorschlag betraf die aktive Einbindung von privatem Kapital, staatlichen Ressourcen sowie dem Potenzial befreundeter Staaten in die Gemeinschaftsprojekte. Insbesondere hob der Ko-Vorsitzende die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit China hervor. „Wir sollten das Potenzial befreundeter Länder – allen voran Chinas – nutzen, um neues Wissen, Technologien und Investitionen für die Projekte des Unionsstaates zu gewinnen“, sagte er. 

Michail Mjasnikowitsch schlug zudem vor, das System zur Ausarbeitung und Umsetzung von Programmen des Unionsstaates zu überarbeiten. Seinen Worten zufolge nehmen die Verfahren zur Auswahl und Abstimmung von Projekten sowie der Beginn ihrer Umsetzung oft viel Zeit in Anspruch. „Infolgedessen können einzelne Initiativen noch vor ihrem Start an Aktualität verlieren. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das System für die Vorbereitung und Durchführung von Programmen des Unionsstaates neu zu gestalten“, erklärte er.

Darüber hinaus fügte der Experte hinzu, dass die Wirtschaft von Belarus auf Entwicklung ausgerichtet sei. „Der Exportanteil am BIP liegt bei rund 65 Prozent. Daher muss die Entwicklung nicht nur investitionsbasiert, sondern im Kern innovationsgetrieben sein. Es geht um Hochtechnologien, wettbewerbsfähige Produktionsstätten und hochliquide Güter“, sagte er und nannte den chinesisch-belarussischen Industriepark „Great Stone“ sowie den High-Tech-Park als wichtige Wachstumsmotoren. Seiner Ansicht nach schaffen solche Standorte das nötige Innovationspotenzial.
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