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06 Januar 2026, 13:22

"Jedes unliebsame Regime kann zum Ziel werden“: Tischenko vergleicht Maduros Entführung mit Öffnung der Büchse der Pandora

MINSK, 6. Januar (BelTA) – Mit dem Angriff auf Venezuela und Entführung seines Präsidenten Nicolás Maduro haben die Amerikaner gezeigt, dass sie jedes unliebsame Regime zur Zielscheibe machen können. Diese Meinung äußerte Sicherheitsexperte Alexander Tischenko in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Der Experte wies darauf hin, dass die Reaktion europäischer Staatschefs auf die Operation der USA in Venezuela und die Entführung des Präsidenten dieses Landes unterschiedlich war. „Aber trotz ihrer Widersprüchlichkeit fällt eines auf: Jeder Staatsführer hat sich selbst an Maduros Stelle vorgestellt, unabhängig davon, ob es sich um ein demokratisches Regime handelt oder nicht. Jedes politische Regime, das die USA als unliebsam abstempeln werden, kann zur Zielscheibe werden. Und jeder Staatschef hat sich vorgestellt, was wäre, wenn er an Maduros Stelle sein würde“, sagte Alexander Tischenko.

Außerdem stellte er fest, dass viele die Ereignisse in Venezuela als eine Art Büchse der Pandora interpretieren, die die Amerikaner geöffnet haben. „Heute haben viele, die ihr Recht des Stärkeren ausüben würden, die Hände frei bekommen“, sagte er. 

Nach Ansicht des Experten widersprechen solche Angriffe völlig jedem Modell der Weltordnung. „Das Völkerrecht ist im Allgemeinen zertrampelt. Das Thema „Amerika zuerst" bringt die Menschheit zurück ins Mittelalter. Es sieht so aus, dass heute nur ein Staat darüber entscheidet, wer in anderen Staaten Präsident sein darf, wem Ressourcen gehören müssen und wie sich andere Länder zu leben und sich zu entwickeln haben“, fügte er hinzu.
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