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12 Februar 2026, 18:00

Können Drohnen die Artillerie an der Front ersetzen? Militärexperte gibt eine Prognose ab 

Foto: RIA Nowosti
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MINSK, 12. Februar (BelTA) – Im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal von BELTA beantwortete der Leiter des russischen Zentrums für die Untersuchung militärischer und politischer Konflikte, Andrej Klinzewitsch, die Frage, ob Drohnen die Artillerie an der Front vollständig ersetzen können.

„Wir werden dazu kommen, dass die Artillerie erhalten bleibt, aber die Basisgeschosse werden zu Technologien von Gleitbomben weiterentwickelt. Die Amerikaner haben das als Erste gemacht, und wir werden wahrscheinlich nicht zurückstehen. Im Grunde werden „Flügelchen“ und ein Steuerblock hinzugefügt, wonach sich das Geschoss in eine kleine Bombe verwandelt“, sagte Andrej Klinzewitsch. 

Mit Blick auf die Entwicklung unbemannter Luftfahrt betonte der Experte, dass FPV-Drohnen durchaus effektiv sind. Eine solche Drohne kann in ein Fenster eines Gebäudes fliegen, dort manövrieren und ein Ziel bekämpfen. Allerdings trägt sie keinen sehr großen Gefechtskopf.

„Die Zerstörungskraft eines Geschosses des Kalibers 152 mm ist erheblich größer. Es legt ein Wohnhaus um. Eine FPV-Drohne kann beispielsweise ein Gebäude teilweise zerstören, ein Geschoss aber legt es garantiert um. Nebel, Regen oder Netze gegen Drohnen sind für die Artillerie kein Problem“, unterstrich Andrej Klinzewitsch.

Zu den Vorteilen der Artillerie zählte der Experte außerdem ihre Bequemlichkeit und Preiswertigkeit. Gleichzeitig müsse man die Genauigkeit und Reichweite von Artillerieschlägen erhöhen. Dieses Problem könne gerade durch die Weiterentwicklung der Geschosse zur Technologie von Gleitbomben gelöst werden, stellte er fest. 

Andrej Klinzewitsch wies auch auf die Tatsache hin, dass gezogene Artilleriegeschütze im Grunde eine Renaissance erleben. „Eine Batterie wird nicht in Reih und Glied aufgestellt, wie wir es im Kino gesehen haben, sondern auf eine Distanz von 15-20 km verteilt. Und wenn die Geschütze nacheinander ein Ziel beschießen und dann mit Netzen abgedeckt und getarnt werden, sind sie nicht so leicht zu entdecken. Sowohl der Gegner als auch wir nutzen das derzeit“, fügte der Experte hinzu.

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