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03 Dezember 2021, 15:53

Kotschanowa: Wir haben Erinnerung an den Krieg in unseren Herzen bewahrt und müssen sie weitertragen

MINSK, 3. Dezember (BelTA) – Wir haben die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg in unseren Herzen bewahrt und müssen sie an die nächste Generation weitertragen. Das sagte die Vorsitzende des Rates der Republik Natalja Kotschanowa zur Eröffnung der Sonderausstellung „Schlacht um Moskau. Unsterbliche Heldentat“, die zum 80. Jahrestag der Schlacht um Moskau im Belarussischen Staatlichen Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges organisiert wurde.

„Für uns ist alles heilig, was uns mit dem Großen Vaterländischen Krieg verbindet. Wir haben die Erinnerung an diesen Krieg in unseren Herzen bewahrt. Unsere Aufgabe ist es, diese Erinnerung weiterzutragen“, sagte Natalja Kotschanowa. „Ich freue mich sehr, dass neben Kriegsveteranen auch junge Menschen an der Eröffnung teilnehmen. Solche Aktionen dienen der patriotischen Erziehung der Jugend, daran besteht kein Zweifel. Der Sieg hatte einen hohen Preis und dessen müssen die heutigen Generationen bewusst werden. Unseren Veteranen verdanken wir das friedliche Leben in unseren hervorragenden Ländern Belarus und Russland.“

Heilig sei jede Tatsache aus den Zeiten des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945, sagte die Ratsvorsitzende. „Wir führen sogar einen Sonderbegriff in den Verfassungsentwurf ein, mit dem wir Verpflichtung eingehen, die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg zu pflegen. Leider gibt es heute zahlreiche Versuche, die Kriegsgeschichte zu verzerren und die Tatsachen zu leugnen. Mit uns, Belarussen, wird das künftig nicht möglich sein. Wir wissen die Wahrheit. Wir haben die deutsche Besatzung überlebt. Wir haben die schweren Nachkriegsjahre überstanden. Wir haben sehr viele Augenzeugenberichte gesammelt von den Menschen, die uns über die Schrecken des Krieges erzählt haben. Unsere ältere Generation hat vor 80 Jahren alles getan, um die deutsche Armee bei Moskau zu zerschlagen und die Hauptstadt unseres Vaterlandes dem Feind nicht zu überlassen. Die deutsche Wehrmacht wurde vernichtet, genauso wir der Mythos von ihrer Unbesiegbarkeit.“

Heute müssen „wir alles dafür tun, um unsere Staaten in Frieden leben zu lassen“, sagte Natalja Kotschanowa. „Die heutige Situation ist sehr kompliziert. Wir erleben eine Eskalation. Die Geschichte wird verdreht und umgeschrieben. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir solche Veranstaltungen durchführen. Wir müssen unsere Geschichte nicht vergessen. Wir werden niemals vergessen, wer die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes verteidigt hat und wer dafür den höchsten Preis zu zahlen hatte. Wir müssen unser Bestes tun, um zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt. Frieden und Harmonie in unseren Ländern hängen von uns ab, von den Menschen, die heute leben, von denen, die nach uns kommen werden. Und ich denke, mit dieser Ausstellung sprechen wir noch einmal unseren Dank an all die Menschen sein, die die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes verteidigt haben.“

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Menschenschicksale, einzelne Tragödien und die Heldentat der Verteidiger des Vaterlandes. Der Schwerpunkt liegt auf der Rolle der Schlacht um Moskau in der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges und ihrer Bedeutung für die gesamte Frontlinie. Die Schlacht um Moskau ist eine der größten Schlachten in der Geschichte der Weltkriege. Es ist ein Prolog zum Sieg, ohne den weder unsere Opfer noch unsere Leistungen verstanden und gewürdigt werden können.

Die Ausstellung zeigt rund 250 Exponate aus verschiedenen Sammlungen: Bilder, Dokumente, Briefe, Plakate, Auszeichnungen, persönliche Gegenstände, Waffen und Kunststücke. All das wird in den Beständen des Staatlichen Verteidigungsmuseums Moskau, des Belarussischen Staatlichen Museums für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges und des Siegesmuseums aufbewahrt.

Die Ausstellung wurde auf Initiative des Ständigen Komitees des Unionsstaates mit Unterstützung des Moskauer Bürgermeisters und des belarussischen Kulturministeriums organisiert. Die temporäre Ausstellung ist bis zum 30. Januar 2022 geöffnet. -0-

Foto: Oksana Mantschuk

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