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12 Februar 2026, 15:25

Marschbewegung für 360 km und „Drohnenangriffe“: Wie verläuft plötzliche Überprüfung der Armee an der südlichen Staatsgrenze 

GOMEL, 12. Februar (BelTA) – Die von Alexander Lukaschenko angeordnete plötzliche Überprüfung der belarussischen Streitkräfte dauert an. Die Soldaten der Witebsker Fallschirmjäger-Brigade 103 haben heute eine 360 km lange Marschbewegung in den befohlenen Raum unternommen.

Wie ein Sprecher der Witebsker Fallschirmjäger-Brigade mitteilte, hat die Einheit gestern eine Marschbewegung angetreten. Sie überwand eine Entfernung von 360 km und erreichte die ost-südliche Region des Landes.
Die Militärangehörigen haben im befohlenen Raum einen Stützpunkt besetzt, ihn technisch aufgerüstet und alle erforderlichen Schutzmaßnahmen organisiert. Anschließend führten sie die angewiesenen Kampfübungen aus. Zu den Aufgaben gehörten die Reaktion auf die Aktivitäten von Sabotagetrupps und Abwendung der Drohnenangriffe.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Stärkung des Abschnitts der Staatsgrenze der Republik Belarus im südlichen Teil. 

Der stellvertretende Kommandeur der Kompanie bestätigte, dass die Marschbewegung erfolgreich abgeschlossen wurde. „Unsere Militärs sind bereit, alle Kampfaufgaben zu erfüllen. Alle sind positiv eingestellt. Bereits in der Nacht wurde der Vorstoß einer „Sabotagegruppe“ unterbunden. Die Soldaten zeigten ihr Können. Alle Aufgaben, die ihnen in dieser Phase zugewiesen wurden, wurden erfüllt“, versicherte er.

Der stellvertretende Kommandeur der Kompanie hob auch die gute Ausrüstung der Einheiten der modernen Armee hervor. In dieser Hinsicht entspricht alles den Anforderungen und ermöglicht es, schnell auf mögliche Herausforderungen zu reagieren. Als Beispiel nannte er die erfolgreiche Abwehr eines simulierten nächtlichen Angriffs. „Die UAVs des Gegners kreisten über uns, schwebten in der Luft und versuchten, unsere Beobachtungsposten zu entdecken und die Dislozierung der Hauptstreitkräfte zu ermitteln“, erklärte er.
Gemäß dem Grundkonzept durchbricht der simulierte Gegner die Staatsgrenze unter Einsatz von Panzerfahrzeugen. Der Legende zufolge entdeckte und neutralisierte die diensthabende Einheit den Feind rechtzeitig und verhinderte so seinen Vorstoß ins Landesinnere.

Dem Szenario zufolge hielt in der Nähe des Stützpunktes ein verdächtiges Fahrzeug mit bewaffneten Menschen auf der Straße an. Dieses Objekt wurde vom Drohnenpiloten entdeckt.

In kürzester Zeit wurde die gesamte diensthabende Einheit in volle Kampfbereitschaft versetzt. Aufklärer rückten aus, um Informationen über das Fahrzeug einzuholen. Als sie sich näherten, kam es zu einem Feuergefecht. Außerdem rückte ein gepanzerter Mannschaftstransporter mit einer Sturmgruppe zur Verstärkung des fiktiven Gegners aus. Die diensthabende Einheit griff ihn mit Granatwerfern und anderen Waffen an. Dies war jedoch nur ein Ablenkungsmanöver, da die Hauptstreitkräfte von der rechten Seite in den Stützpunkt eindrangen, wo eine andere Sturmgruppe im Einsatz war.
Alle Aktionen wurden mit Platzpatronen und Simulationsmitteln durchgeführt.

„Natürlich erlegt die bestimmungsgemäße Erfüllung der Aufgaben in diesem Gebiet eine besondere Verantwortung auf. Erstens findet die plötzliche Überprüfung nach dem Plan des Staatsoberhauptes statt. Zweitens erfüllen wir heute Aufgaben nicht weit vom Abschnitt der südlichen Staatsgrenze entfernt“, erläuterte einer der Militärangehörigen. Faktisch finden auf dem Territorium des Nachbarlandes Kampfhandlungen statt.

Der Mitarbeiter des Staatssekretariats des Sicherheitsrates der Republik Belarus, Michail Alexejew, fasste zusammen: „Heute wurde die praktische Phase abgeschlossen, eine der Episoden der unerwarteten Überprüfung der Streitkräfte nach dem Plan des Staatsoberhauptes. An dieser Episode nahm eine Einheit der 103. Witebsker Luftlandebrigade teil. Unter Berücksichtigung der Erfahrungen der speziellen Militäroperation sah die Konzeption der Überprüfung eine praktisch ständige Einwirkung auf die Einheiten sowohl während des Marsches als auch im Konzentrationsraum vor. Die Einwirkung erfolgte durch einen Bodengegner – Diversions- und Aufklärungsgruppen oder Kräfte für Spezialoperationen – sowie durch Luftangriffe mittels Drohnen.“
„Von der Einheit wurden alle Ausbildungsaufgaben erfüllt. Die Bewertung wird nach Abschluss aller praktischen Maßnahmen vorgenommen“, resümierte Michail Alexejew.

Eine solche Überprüfung und die erfolgreiche Erfüllung der Ausbildungs- und Gefechtsaufgaben dienen als zusätzliche Garantie für die Beruhigung der Bevölkerung des Landes.

Wie BELTA berichtete, begann die umfassende Überprüfung der Streitkräfte im Auftrag des Staatsoberhauptes bereits am 16. Januar. Alexander Lukaschenko behält ihren Verlauf unter persönlicher Kontrolle. Es wurde ein neues System entwickelt, bei dem der Präsident ohne Informierung des Verteidigungsministeriums und des Generalstabs Militäreinheiten in Gefechtsbereitschaft versetzt. Das oberste Ziel einer solchen Überprüfung ist es, ein objektives Bild zu erhalten. Eben deshalb tragen die Maßnahmen überraschenden Charakter.
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