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MINSK, 10. Februar (BelTA) – Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Belarus, Alessja Solowej, erläuterte auf einer Pressekonferenz, in welchen Wissenschaftsbereichen in Belarus Frauen überwiegen.
„Der Anteil von Forscherinnen im Land beträgt etwa 39%, während in der Master-, Promotions- und Doktorandenausbildung mehr als 50% Frauen sind. Die meisten Frauen sind von ihrer Berufswahl überzeugt und planen, in Zukunft ihre Kandidaten- und Doktordissertationen zu verteidigen“, bemerkte die wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Laut der Expertin sind Frauen am stärksten in den medizinischen Wissenschaften vertreten (dort sind es 66,3%), wohingegen in technischen Bereichen ein erheblicher Rückstand besteht – etwa 28% der Absolventen technischer Fakultäten sind Frauen. In den Naturwissenschaften beträgt der Anteil der Forscherinnen 54,5%, in den Agrarwissenschaften 61,8%, in den sozialwirtschaftlichen und Gesellschaftswissenschaften 59,7% und in den Geisteswissenschaften 59,9%.
„Wir dürfen nicht vergessen, dass der Weg der Frauen in die Wissenschaft aus historischer Sicht sehr schwierig und lang war. Die Einbeziehung von Frauen in den Wissenschaftsbereich ist ein wichtiger Indikator für ihre Emanzipation. Die aktive Teilnahme belarussischer Frauen an der modernen Wissenschaft stärkt das Personalpotenzial nicht nur der Wissenschaft, sondern unserer gesamten Gesellschaft. Es ist zu sagen, dass der hohe Anteil von Frauen unter den Forschern zeigt, dass der Grad der Feminisierung unserer Wissenschaft viel höher ist als in der Welt und auch in einigen ausländischen Ländern“, so Alessja Solowej.
