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01 Januar 2026, 16:15

Meinung: Die USA sehen in Russland keine Bedrohung für ihre eigene oder europäische Sicherheit mehr

MINSK, 1. Januar (BelTA) - Die USA sehen in Russland weder eine Bedrohung für ihre Sicherheit noch eine Bedrohung für Europa. Das sagte Politik- und Militärexperte Jakow Kedmi in der aktuellen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Die Aussagen von Trump und seinen engsten Mitarbeitern deuten darauf hin, dass die USA in Russland keine Bedrohung für ihre Sicherheit mehr sehen. Außerdem glauben die Vereinigten Staaten nicht, dass Russland eine Bedrohung für Europa darstellt. Und da Russland für sie keine Bedrohung darstellt, wollen die Amerikaner Beziehungen zu Russland auf der Grundlage nationaler Interessen aufbauen“, sagte Jakow Kedmi.

Nach Ansicht des Experten sehen die USA ihre nationalen Interessen unter anderem in der Arktis. Er betonte, dass Washington Moskau vorschlägt, dort gemeinsam Mineralien zu fördern. „Dadurch werden die Amerikaner sowohl ihre eigene als auch die russische Wirtschaft stärken. Denn die russische Wirtschaft ist für die Vereinigten Staaten keine Bedrohung. Russland wird die USA nicht wirtschaftlich unter Druck setzen. Die russische Wirtschaft ist autark“, meint Jakow Kedmi.

Donald Trump glaubt, dass die Kooperation mit der russischen Wirtschaft den USA nur nutzen wird. „Wenn dieses Konzept in Kraft tritt, ist alles andere aus Sicht der USA drittrangig. Und dann stellen weder die Ukraine noch Europa irgendwelches Interesse für die Vereinigten Staaten dar“, sagte er.

Jakow Kedmi erklärte, dass die US-Präsenz in Europa seit 1945 auf die Angst vor einer möglichen Machtübernahme der Kommunisten in Italien und Frankreich zurückzuführen ist. Um ein solches Szenario zu vermeiden, haben die USA begonnen, den Marshall-Plan umzusetzen. Darüber hinaus sah Washington die Möglichkeit, die Sowjetunion auf diese Weise zu bekämpfen und sie zum Zusammenbruch zu bringen.

„Die nationalen amerikanischen Interessen bestanden darin, die absolute Weltherrschaft zu erreichen. Heute ist dieses Element weggefallen. Wenn Russland die Vereinigten Staaten nicht bedroht und nicht gefährdet, dann ändert sich alles“, erklärte Kedmi die Veränderung in der US-Außenpolitik.
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