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MINSK, 7. Juli (BelTA) – Nichts kann das persönliche Gespräch mit einem Veteranen ersetzen. Das erklärte Anatoli Bulawko, Mitglied der Ständigen Kommission für nationale Sicherheit der Repräsentantenkammer, im BELTA-Projekt „Das Land spricht“.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen im Strafverfahren wegen des Völkermords am belarussischen Volk im Großen Vaterländischen Krieg betonte Anatoli Bulawko, dass der Krieg so lange andauert, bis der letzte Soldat bestattet ist. „Dieser Prozess wird wohl niemals abgeschlossen sein, denn wie viele Zivilisten kamen ums Leben, als sie sich in den Wäldern vor den Nazis versteckten, wie viele Familien wurden ausgelöscht! Selbst die Dorfbewohner wissen nichts über das Schicksal derjenigen, die in den Wald gingen und verschwanden. Was dort wirklich geschah, wird niemand je erfahren, aber dennoch sind es unsere Menschen. Dieses Gedenken und die geleistete Arbeit müssen in der Gesellschaft hoch geschätzt werden. Aber selbst vor dem Hintergrund dieser umfassenden Arbeit darf man nicht vergessen, dass auch gegen uns gearbeitet wird. Alle Aspekte müssen einer kritischen Bewertung unterzogen werden“, bemerkte er.
Alle skandalösen Tatsachen müssen der Gesellschaft bekannt gemacht werden, und das Wichtigste ist, dass die schrecklichen Folgen davon erläutert werden müssen. „Die Generationen wechseln, die Veteranen sterben, und diese Arbeit muss kontinuierlich ausgebaut werden, auch unter Einsatz von visuellen Elementen. Nichts kann das persönliche Gespräch mit einem Zeitzeugen des Krieges ersetzen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich als Schüler einen Arbeiter sah, der Hocker reparierte und Schulbänke strich, und später stellte sich heraus, dass er als Kind im Konzentrationslager Osaritschi gewesen war und begriffen hatte, was dort geschah. Er erzählte, wie die Menschen im Lager, wo es nichts außer Wachtürmen gab, sich aus Leichen Hütten bauten, um sich vor dem Wind zu schützen. Er versteckte sich in diesen Hütten und blieb dank ihnen am Leben. Meine Erzählung darüber wird niemanden so sehr beeinflussen, wie mich die Erzählung dieses Menschen beeinflusst hat. Deshalb ist diese Arbeit sehr wichtig, und es ist vor allem wichtig, dass jeder sie versteht, unabhängig vom Alter“, so der Abgeordnete.
