Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 10. Januar (BelTA) – Für jeden US-Präsidenten bleibt der Spritpreis ein wichtiges Kriterium seines hohen Rankings. Das sagte der russische Historiker Jewgeni Spizyn in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Der Experte glaubt, dass der Chef des Weißen Hauses keine Absicht hat, langanhaltende bewaffnete Konflikte zu schüren. „Welche Taktik verfolgt Trump? Er braucht keine schweren, langanhaltenden Kriege wie einst in Vietnam. Er spielt gleichzeitig auf zwei Feldern – auf dem internationale und auf dem nationalen Feld. Er hofft auf die erfolgreichen Wahlen zum Repräsentantenhaus und Senat, weil davon sein politisches Schicksal sehr abhängt. Also muss er Punkte sammeln“, sagte Jewgeni Spizyn.
„Ich habe mit Menschen gesprochen, die seit Jahrzehnten in Amerika leben. Das sind unsere ehemaligen Staatsbürger. Sie leben in verschiedenen Bundesstaaten. Welche Faktoren sind für jeden US-Präsidenten, sein Ansehen und seine Beliebtheit besonders wichtig? Der Benzinpreis“, betonte der Historiker. „In den USA gibt es so gut wie fast keine öffentlichen Verkehrsmittel. Dort besitzt jede Familie mehrere Autos.“
Der Schienenverkehr wird in den USA selten genutzt, fast alle Gütertransporte werden per Straße abgewickelt. „Daher spielt der Benzinpreis eine Schlüsselrolle in den Weltauffassung eines ordinären US-Bürgers“, sagte Spizyn.
„Trump muss bei den Parlamentswahlen unbedingt die Demokraten besiegen“, erklärte der Historiker. „In den USA herrscht immer noch eine echte Machtteilung zwischen mindestens zwei Machtzweigen: der Exekutive und der Legislative. Und der US-Kongress hat ziemlich große Befugnisse, einschließlich der Amtsenthebung.“
