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Menschenhandel: Belarussische Behörden schneiden vier Schleusungskanäle seit Jahresbeginn ab

Gesellschaft 26.07.2018 | 15:16

MINSK, 26. Juli (BelTA) – Belarussische Strafverfolgungsbehörden haben seit Anfang 2018 vier Schleusungskanäle abgeschnitten, die von Menschenhändlern für das Ausschleusen von belarussischen Staatsbürgern ins Ausland und ihre spätere Ausbeutung genutzt haben. Das sagte Stellvertretender Leiter der Hauptverwaltung für Drogenkontrolle und Bekämpfung des Menschenhandels im Innenministerium Dmitri Zajun auf einer Pressekonferenz.

„In der Zeitperiode zwischen 2005 und 2017 haben wir Menschenhändlern 828 Schleusungskanäle abgeschnitten. Die Hauptrouten führen in den Nahen Osten, in die EU und nach Russland. In diesem Jahr haben wir vier Kanäle, die in drei Staaten führen, aufgedeckt und unterbunden“, sagte der Experte. Seit Jahresbeginn seien 68 Personen in Belarus Opfer des Menschenhandels geworden, 10 davon Minderjährige.

Das Innenministerium habe gemeinsam mit anderen verwandten Ressortbehörden in den Jahren 1999 bis 2016 eine gewaltige Arbeit geleistet, um das Ausmaß von Human Trafficking in Belarus zu minimieren. „Seit 2000 haben wir insgesamt über 4,2 Tsd. Traffickung-Verbrechen aufgedeckt. Im Bereich des Menschenhandels sind 22 Verbrecherorganisationen und 85 organisierte kriminelle Gruppen eliminiert worden. In diesem Jahr sind bereits 80 Menschenhandelsdelikte aufgedeckt“, führte er weiter fort.

Zu den häufigsten Verbrechen im Bereich der Human Trafficking gehörten jene, die sich im Bereich sexuelle Ausbeutung und Prostitution ansiedelten, erzählte Zajun. „Der Höhepunkt war das Jahr 2005, als wir 159 Verbrechen aufgedeckt haben. Die Situation hat sich nachher etwas stabilisiert. In den letzten 5 Jahren werden im Jahr ca. 10 Menschenhandelsverbrechen aufgeklärt. Die Bedrohung bleibt aber hoch. Wir haben allein in diesem Jahr mehrere Fakten des Menschenhandels, der Sklaverei und des Menschenraubes für weitere sexuelle Ausbeutung aufgedeckt.“

Als Beispiel führte er an, wie belarussische Behörden drei Kanäle für Menschenschleusung nach Israel, Griechenland und in die Türkei unterbunden haben.

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