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Mesenzew: „Blockadebuch“ von Adamowitsch und Granin ist literarische Heldentat

Gesellschaft 02.12.2019 | 14:44

MINSK, 2. Dezember (BelTA) - „Das Blockadebuch“ von Ales Adamowitsch und Daniil Granin ist eine literarische Heldentat. Diese Meinung äußerte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in Belarus Dmitri Mesenzew auf der Konferenz anlässlich des 100-jährigen Geburtstag von Daniil Granin und des 40. Jahrestages der Veröffentlichung des „Blockadebuches.“ Die Veranstaltung fand im Moskau Haus in Minsk statt.

„Wir werden heute darüber sprechen, was Daniil Granin und Ales Adamowitsch vor 40 Jahren erschaffen haben. Das „Blockadebuch“ ist mehr als nur ein literarisches Werk. Ich glaube, wir alle haben dieses Buch mehrmals gelesen. Wir sprechen von einer literarischen und menschlichen Heldentat“, sagte Mesenzew. „Zwei große Schriftsteller und Staatsbürger haben sich die Mühe genommen, über die Leningrader Blockade maximal ehrlich und wahrheitsgetreu zu berichten. Das war in den 1970-er Jahren ein symbolisches Werk.“

Der Botschafter betonte, dass dieses Buch heute einen ganz besonderen Klang hat. "Es ist ein Auftrag für uns, dass wir keine Neuschreibung der Geschichte zulassen, dass wir die Rolle des Soldaten im Großen Vaterländischen Krieg nicht überdenken, jenes Soldaten, der Europa und die Welt vom Faschismus befreit hat. Wir wollen heute Ales Adamovich und Daniil Granin unseren Dank aussprechen. Ich danke in diesem Zusammenhang einem der führenden russischen Geschichtswissenschaftler, Prof. Dr. Walentin Kowaltschuk, der zu seiner Zeit die Führung von Leningrad davon überzeugt hat, die wahren Zahlen jener Verluste zu nennen, die die belagerte Stadt erlitten hat“, sagte er.

Die Leiterin der Vertretung des Ständigen Ausschusses des Unionsstaates in Minsk, Marianna Schtschotkina, sagte: „Literatur und Geistigkeit verbinden die Menschen. Im Dezember dieses Jahres werden wir 20 Jahre Unterzeichnung des Vertrags des Unionsstaates feiern. Heute wird oft die Frage gestellt: Hat der Unionsstaat eine Zukunft? Die Antwort wurde heute auf der Konferenz gegeben. Unsere Völker sind unzertrennlich. Wir sind ein Volk, wir haben eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Werte.“

Das "Blockadebuch" ist eine dokumentarische Chronik der Leningrader Blockade. Die Idee, dieses Buch zu verfassen, ging von Ales Adamowitsch aus. Die Autoren sammelten 200 Geschichten von den belagerten Menschen, die auf Tonband aufgenommen wurden. Das Gesamtvolumen des Materials betrug 4 Tausend Seiten. „Das Buch, das viele als Leningrader Bibel bezeichnen, wurde in 15 Sprachen übersetzt. Jetzt laufen die Verhandlungen über die Übersetzung ins Französische“, sagte die Tochter von Adamowitsch, Natalja.

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