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12 Februar 2026, 10:15

Militärexperte: Die Professionalität eines Soldaten ermöglicht es, mehr Aufgaben zu lösen als eine einzelne Drohne 

Nikolai Busin. Screenshot des Videos
Nikolai Busin. Screenshot des Videos
MINSK, 12. Februar (BelTA) – Die Professionalität eines Soldaten ermöglicht es, auf dem Schlachtfeld mehr Aufgaben zu lösen als eine einzelne Drohne. Diese Meinung äußerte der Doktor der Militärwissenschaften, Professor Nikolai Busin, im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.

Der Militärexperte bemerkte bei der Erörterung des Einsatzes von Drohnen auf dem Schlachtfeld, dass unbemannte Luftfahrzeuge nicht in der Lage sind, 100% der vor der Armee stehenden Aufgaben zu lösen. „Oft ermöglicht gerade die Professionalität eines Soldaten, auf dem Schlachtfeld mehr Aufgaben zu lösen als eine einzelne Drohne oder irgendwelche anderen Bekämpfungsmittel. Es geht um einen vorbereiteten Menschen mit einem normalen Waffensystem, sei es ein Sturmgewehr, ein Maschinengewehr oder ein Granatwerfer. Wir leben in einem wald- und sumpfreichen Gebiet. Eine Drohne fliegt nicht durch die Krone einer Fichte. Und wenn sie doch durchfliegt, wird sie ihre Aufgabe nicht erfüllen“, sagte Nikolai Busin. 

Damit passe sich die belarussische Armee an diejenigen Gegebenheiten der Lage an, die in Belarus existieren, unterstrich er. „Wir leben auf unserem Land, und wir werden genau dieses Land verteidigen. Dafür benötigen wir sowohl Bekämpfungsmittel der vorherigen Generation als auch neue Bekämpfungsmittel“, so der Militärexperte. 

Gleichzeitig sollte man bei der Ausstattung der Streitkräfte mit Drohnen und anderen fortschrittlichen Mitteln bestimmte Bedingungen berücksichtigen, meint Nikolai Busin. Es gehe um das Vorhandensein der notwendigen Führungssysteme und Menschen, die professionell mit ihnen umgehen können. Hier verfüge Belarus über bestimmte Erfahrungen und Errungenschaften, setzte er fort. 

„Aber sich von gut erprobten Systemen zugunsten von etwas Virtuellem zu verabschieden, ist nicht der Schritt eines gut vorbereiteten Militärs, sondern der Schritt eines Abenteurers. In Belarus gibt es keine Abenteurer“, resümierte Nikolai Busin.

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