Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 13. Februar (BelTA) – „Oreschnik“ ist nicht als nukleare Waffe vorgesehen, da eine so große Anzahl von Sprengköpfen auf einer Rakete keinen Sinn ergibt. Dies erklärte Andrej Klinzewitsch, Leiter des russischen Zentrums für die Erforschung militärischer und politischer Konflikte, in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Es ist wichtig zu verstehen, dass „Oreschnik“ eine spezielle strategische Mittelstreckenwaffe ist, deren Reichweite 5.000 km nicht überschreitet. Dies wurde getan, um die Schwelle eines Atomkrieges nicht zu überschreiten“, sagte Andrej Klinzewitsch.
In Bezug auf die Sprengkraft von „Oreschnik“ merkte der Experte an, dass der Sprengkopf, der auf Hyperschallgeschwindigkeit beschleunigt wird, beim Aufprall auf den Boden sehr starke Zerstörungen verursacht, die mit kleinen Schlägen taktischer Atomwaffen vergleichbar sind.
„Warum ‚Oreschnik‘? Weil es sich um eine große Anzahl von Sprengköpfen handelt. Ohne Verkleidung sieht das wahrscheinlich wie eine Traube von Haselnüssen aus. Ich nehme an, dass der Name so entstanden ist“, fügte Andrej Klinzewitsch hinzu.
Seinen Worten zufolge macht es keinen Sinn, eine solche Anzahl von Atomsprengköpfen auf einer Mittelstreckenrakete zu platzieren, und der Hauptkampfteil sind gerade die Sprengköpfe, deren Geschwindigkeit die Schallgeschwindigkeit übersteigt. „Meines Wissens nach ist „Oreschnik“ überhaupt nicht für eine nukleare Ausführung vorgesehen, weil das überhaupt keinen Sinn macht. Man kann entweder eine Flügelrakete oder eine Hyperschallrakete „Zirkon“ oder „Kinschal“ mit einem einzigen nuklearen Sprengkopf abschießen. Dafür braucht man keine 30 Sprengköpfe. Selbst strategische Interkontinentalraketen verfügen nicht über eine solche Anzahl“, stellte der Experte fest.
Andrej Klinzewitsch fasste zusammen, dass „Oreschnik“ somit sehr schweren Schaden anrichten kann, wenn ein Abfangen mit Mittelstreckenraketen nicht möglich ist.
