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"Thema im Gespräch "
MINSK, 10. Februar (BelTA) – Auch wenn Moskau und Washington ein hohes Interesse an einem Ende des Ukraine-Konflikts bekunden, machte Kiew bislang keinen einzigen vernünftigen Vorschlag, um die Situation am Verhandlungstisch zu diskutieren und dabei die reale Lage zu berücksichtigen. Diese Meinung äußerte Militärexperte, Professor Nikolai Busin in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
„Wir sehen immer noch keinen Wunsch seitens der Ukraine, diesen Konflikt unter Berücksichtigung der tatsächlichen Lagre an der Front zu beenden. Kiew fordert immer wieder günstige Bedingungen für sich. Kiew will den Konflikt zu Lasten Russlands beenden, das ist wahr. Aber es hat seitens der Ukraine immer noch keine vernünftigen Vorschläge gegeben. Alle Fragen wurden de facto auf dem Schlachtfeld entschieden. Und das geht weiter so“, sagte Nikolai Busin.
Gleichzeitig seien Russland und die USA an einem Ende dieses Konflikts sehr interessiert, so der Professor. Darüber hinaus habe der US-Präsident Donald Trump einen ernsthaften Einfluss auf die ukrainische Politik und die dort stattfindenden Prozesse. „Man kann hoffen, dass einige alternative Vereinbarungen getroffen werden“, sagte er.
Der Experte erinnerte daran, dass seit kurzem trilaterale Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland laufen. „Es sieht so aus: Zwei Parteien sitzen am Verhandlungstisch. Dabei gibt es eine dritte Partei, die an der Lösung dieses Konflikts sehr interessiert ist. Dann haben wir die Hoffnung auf eine Lösung des Problems“, resümierte Nikolai Busin.
