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23 Dezember 2025, 09:27

NAN-Leiter berichtete darüber, welche Schlussfolgerungen Belarus aus der COVID-19-Pandemie gezogen hat 

Archivfoto
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MINSK, 23. Dezember (BelTA) – Welche Schlussfolgerungen Belarus aus der COVID-19-Pandemie gezogen hat, berichtete in einem Interview mit einem BELTA-Korrespondenten der Vorsitzende des Präsidiums der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Wladimir Karanik.

Wladimir Karanik befand sich im Zentrum des Kampfes gegen die Coronavirus-Pandemie, da er damals das Amt des Gesundheitsministers innehatte. „Dank der Entscheidungen, die das Staatsoberhaupt getroffen hatte, hatten wir die Möglichkeit, sofort ein objektives Bild darzustellen. Wir konnten von Anfang an sagen, dass ein Atemwegsvirus mit langer Inkubationszeit, der Möglichkeit der Ansteckung vor dem Auftreten erster Krankheitssymptome und einem ausreichend hohen Prozentsatz an verborgenen Trägern, das sich über beide Erdhälften ausgebreitet hat, durch Beschränkungsmaßnahmen nicht gestoppt werden kann. Das ist Basiswissen der medizinischen Ausbildung. Daher wurde ein Lockdown von Anfang an nicht als Hauptlösungsweg für die Probleme betrachtet. Es mussten Maßnahmen ergriffen werden, die ein Ansteigen der Krankheitsfälle und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern würden, gleichzeitig aber auch nicht zu fatalen Veränderungen in der Wirtschaft führen würden. Es wurden verschiedene Reaktionspläne entwickelt. Und ich betrachte es als die größte Errungenschaft des Gesundheitssystems, dass kein Arzt die schreckliche Wahl treffen musste, welchem Patienten ein Beatmungsgerät zur Verfügung gestellt wird und welchem nicht. Selbst auf dem Höhepunkt der Pandemie hatten wir Reserven. Während der Pandemie kam das Leben im Land nicht zum Stillstand. Man kann mit Sicherheit sagen, dass das Gesundheitssystem seine Aufgabe bewältigt hat. Uns half, dass die Situation unter persönlicher Kontrolle des Staatsoberhaupts stand. Alle Staatsorgane verstanden, dass dies ein Problem nicht nur des Gesundheitssystems, sondern des gesamten Staates ist. Daher spürten die Ärzte stets Unterstützung“, bemerkte er.

Solche globalen Herausforderungen erforderten einen umfassenden Ansatz, und das war die Hauptlehre der durchlebten Pandemiezeit. „Wir haben verstanden, dass wir eine gewisse Robustheit und Reserven im Gesundheitssystem haben müssen. Diese Arbeit wird auch jetzt fortgesetzt, um bei der nächsten Pandemie gewappnet zu sein. Die gewonnenen Erfahrungen werden bei der Planung künftiger Gesundheitseinrichtungen berücksichtigt. Sie werden in der Entwicklung der biotechnologischen Richtung an der Akademie der Wissenschaften, der Entwicklung der biopharmazeutischen Richtung im System des Gesundheitsministeriums genutzt. Unsere Aufgabe ist es, ein notwendiges Maß an biologischem Schutz der Bevölkerung und ein hohes Niveau an technologischer Souveränität zu gewährleisten, um mit eigenen Kräften unsere Bedürfnisse zum Schutz unserer Bevölkerung zu decken“, betonte Wladimir Karanik. 

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