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02 Oktober 2026, 19:14

Pädagogen aus der GUS tauschten auf dem Kongress in Minsk Erfahrungen aus

MINSK, 2. Oktober (BelTA) – Der 9. Kongress der Lehrer und Bildungsfachkräfte der GUS-Staaten setzt in Minsk seine Arbeit fort. Für heute sind thematische Sektionen geplant. Im Minsker Gymnasium Nr. 146 erörterten die Teilnehmer den Zustand der allgemeinen Sekundärbildung, ihre Errungenschaften und Entwicklungsperspektiven.

Versierte Fachleute präsentierten in der thematischen Sektion ihre Erkenntnisse, erzählten über die Bewertung der Schülerkenntnisse und über die Besonderheiten der Schulbildung. Sie erörterten Fragen der wissenschaftlich-methodischen Begleitung des Bildungsprozesses.

Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Bildungsraum der GUS-Staaten gewidmet. Der Schwerpunkt lag auf dem Austausch von Lehrmethodiken. Ein russischer Pädagoge schlug vor, die Erfahrungen und Kenntnisse der GUS-Staaten zu bündeln, um eine gemeinsame Bibliothek pädagogischer Praktiken zu schaffen. Die Pädagogen dachten darüber nach, wie man neue Technologien kompetent in den Bildungsprozess einführen kann, ohne der Entwicklung der Schüler zu schaden. Wichtige Themen der Sektion betrafen auch die Steuerung der Arbeit der regionalen Bildung und die Vervollkommnung des Personalpotenzials.

Die Rektorin der Akademie für nationale Bildung, Walentina Gintschuk, betonte, dass die Kongresse der Lehrer und Bildungsfachkräfte der GUS-Staaten große Bedeutung für die Schaffung eines einheitlichen Bildungsraums hätten. „Jedes Land hat seine Lehrmethoden und Praktiken präsentiert. Wir konnten verstehen, was man übernehmen kann und bei welchen Aufgaben man die Kräfte bündeln sollte“, teilte sie mit.

Das nationale Bildungssystem von Belarus entwickelt sich recht effektiv, ungeachtet moderner Herausforderungen. „In den Jahren der Souveränität haben wir ein eigenes System der Herausgabe von Schulbüchern geschaffen. Bis 1991 gaben wir Lehrbücher für die belarussische Sprache, die Geografie von Belarus und die Geschichte von Belarus heraus. Heute versorgt das System die Schüler vollständig mit Lehrmitteln für alle Fächer“, erzählte sie.

Der Hauptakzent der belarussischen Bildungsstandards liegt auf dem funktionalen Wissen der Schüler. Darauf sind auch die Lehrpläne ausgerichtet. In ihrer letzten Fassung sind nicht nur die zu erlernenden Themen und die Anforderungen an die Lernergebnisse festgeschrieben, sondern auch die Arten von Handlungen, die der Pädagoge im Unterricht organisieren kann, um den Schülern zu helfen, den Stoff besser zu verinnerlichen.

„Wir betrachten dies als methodischen Hinweis für die Pädagogen“, erläuterte die Rektorin. „Er hilft, die Situation zu vermeiden, in der im Unterricht nur der Lehrer dominiert, der an der Tafel den Stoff in fertiger Form nacherzählt. Wir orientieren die Pädagogen darauf, dass eine gute Stunde jene ist, in der eine aktive Lernaktivität der Schüler organisiert ist, in der die Schüler selbst arbeiten und nicht nur der Lehrer.“

Darüber hinaus wird in der belarussischen Bildung die Erziehung als eine der Schlüsselkomponenten der Arbeit mit den Schülern betrachtet. „Heute sprechen wir von der Erziehung eines echten Bürgers und Patrioten. Auf die Lösung dieser Aufgabe sind  Unterrichtsfächer, Schulbücher und das gesamte Erziehungsarbeit ausgerichtet. Wir haben auch die zusätzlichen Bildung für Kinder und Jugendliche erhalten. Unsere Arbeitsergebnisse sind ein solides Fundament für die Lösung jener Probleme, mit denen wir heute konfrontiert werden können“, betonte Walentina Gintschuk.

Das Hauptthema des groß angelegten Forums sind die Integrationsprozesse im Bildungsbereich der GUS-Mitgliedstaaten in Zeiten moderner Herausforderungen. Am Kongress nehmen Delegationen aus Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan teil. Veranstalter des Kongresses sind das Exekutivkomitee der GUS und das Bildungsministerium von Belarus.
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