MINSK, 22. April (BelTA) – Das in den vergangenen 40 Jahren umgesetzte Maßnahmenpaket habe es tatsächlich ermöglicht, die Folgen der schrecklichen von Menschen verursachten Katastrophe insgesamt zu bewältigen, betonte der erste stellvertretende Generalsekretär der GUS, Igor Petrischenko, auf der Sitzung des Rates für nachhaltige Entwicklung anlässlich des 40. Jahrestags des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl.
„Dennoch bleibt in unseren Herzen der Schmerz über das heimatliche Land, der Schmerz über die menschlichen Schicksale und die unersetzlichen Verluste“, sagte Igor Petrischenko.
Nach seinen Worten steht das Thema des Tschernobyl-Unfalls und seiner Bewältigung praktisch seit der Gründung der Organisation im Fokus der obersten GUS-Gremien. Bereits Anfang 1992 wurden die ersten GUS-Dokumente verabschiedet, die darauf abzielten, die Kräfte zu bündeln und die Anstrengungen zur Minimierung und Bewältigung der Tschernobyl-Folgen zu koordinieren.
Am 22. Januar 1993 wurde in Minsk das Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Verhütung und Beseitigung von Folgen natürlicher und von Menschen verursachter Notfälle unterzeichnet. Im September 1994 wurden auf der Ebene eines zwischenstaatlichen Abkommens die grundlegenden Prinzipien und Ansätze für soziale Schutzmaßnahmen und den Gesundheitsschutz der strahlenexponierten Bürger festgelegt.
„Die gezielte Arbeit in diese Richtung wurde in der Gemeinschaft auch später fortgesetzt – unter Berücksichtigung neuer Realitäten und Herausforderungen. Allein in den letzten Jahren wurden Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Gewährleistung der Einsatzbereitschaft im Falle eines nuklearen Unfalls oder einer Strahlennotlage, über den Austausch von Daten zur Überwachung der Strahlenlage sowie mehrere andere Abkommen geschlossen“, so der erste stellvertretende GUS-Generalsekretär.
Die entsprechenden praktischen Maßnahmen hätten ihren Niederschlag in den in der GUS verabschiedeten Programmen für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Atomenergie bis 2030 sowie für den Aufbau nationaler nuklearer Infrastrukturen gefunden.
Igor Petrischenko stellte das gut funktionierende länderübergreifende Zusammenspiel beim Informationsaustausch, bei der Ausbildung von Fachkräften für Strahlenschutz und verwandte Bereiche sowie die verbindende und koordinierende Rolle des im Rahmen der GUS tätigen Fachausschusses für natürliche und von Menschen verursachte Notfälle hervor.
