Projekte
Staatsorgane
flag Dienstag, 19 Mai 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Gesellschaft
22 April 2026, 23:23

Petrischenko: Solide Rechtsgrundlage gewährleistet effektive Zusammenarbeit in der GUS bei Strahlensicherheit

MINSK, 22. April (BelTA) – Eine solide Rechtsgrundlage gewährleistet eine effektive Zusammenarbeit in der GUS im Bereich der Strahlensicherheit, betonte der erste stellvertretende Generalsekretär der GUS, Igor Petrischenko, auf der Sitzung des Rates für nachhaltige Entwicklung anlässlich des 40. Jahrestags des Unfalls im Kernkraftwerk Tschernobyl.

„Der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit in der Atomwirtschaft und die Gewährleistung der Strahlensicherheit sind ein Gebot der Stunde. Das betrifft nicht nur industrielle Projekte und Produktionsprozesse, sondern auch Umweltfragen und die nachhaltige Entwicklung der Gebiete insgesamt“, sagte Igor Petrischenko.

Die Wirksamkeit dieser Arbeit werde unmittelbar davon abhängen, wie erfolgreich die Aufgaben in drei zentralen Bereichen gelöst werden: der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle und abgebrannter Kernbrennstoffe, der Stilllegung ausgedienter strahlungsgefährdeter Anlagen sowie der Sanierung kontaminierter Gebiete und ihrer Rückführung in den Wirtschaftskreislauf.
Der erste stellvertretende GUS-Generalsekretär erinnerte daran, dass der Wirtschaftsrat der GUS am 3. April die Hauptrichtungen der Zusammenarbeit der GUS-Mitgliedstaaten in diesem Bereich für den Zeitraum bis 2030 verabschiedet habe. Er ist überzeugt, dass die Umsetzung dieses Dokuments die Sicherheit im Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgebrannten Kernbrennstoffen erhöhen, die infrastrukturellen und finanziellen Risiken bei der Stilllegung von Objekten des nuklearen Erbes verringern, die Zusammenarbeit der Fachorganisationen verstärken und zusätzliche Investitionen sowie Spitzentechnologien in die GUS-Staaten bringen werde.

Ein wichtiges Element für die Schaffung einer kohärenten Rechtsgrundlage dieser Arbeit sei der Abschluss der Erarbeitung und die Verabschiedung eines Modellgesetzes der IPA GUS über die Entsorgung radioaktiver Abfälle im Jahr 2025 gewesen. Darin würden einheitliche Leitlinien für die Entwicklung nationaler Regulierungssysteme in diesem Bereich festgelegt, die mit internationalen Standards harmonisiert seien.

Igor Petrischenko äußerte die Überzeugung, dass all dies den GUS-Staaten insgesamt nicht nur eine solide organisatorisch-rechtliche Grundlage für die Entwicklung der Zusammenarbeit bieten, sondern auch eine effektive praktische Zusammenarbeit in diesem Bereich gewährleisten werde.

„Die Probleme der Strahlensicherheit kennen keine Grenzen. Daher geht die GUS von der Notwendigkeit aus, diese Fragen regelmäßig auf die Tagesordnung der wichtigsten internationalen Organisationen und Zusammenschlüsse zu setzen und die Weltöffentlichkeit ständig auf neu auftretende Herausforderungen aufmerksam zu machen“, so Petrischenko.

Der erste stellvertretende GUS-Generalsekretär erinnerte daran, dass auf der Sitzung des Rates der Staatschefs der GUS am 1. Juni 2001 in Minsk ein Appell an die UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, den 26. April zum Internationalen Gedenktag für die Opfer von Strahlenunfällen und -katastrophen zu erklären. Die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft treten konsequent mit politischen Erklärungen für gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der Tschernobyl-Folgen sowie für den Ausbau der Zusammenarbeit bei der Verhütung potenzieller natürlicher und von Menschen verursachter Bedrohungen ein.

„Entsprechende Appelle werden in der GUS in der Regel alle fünf Jahre verabschiedet. Wir sehen aber in der sich rasch verändernden Lage, dass dieses Thema jährlich aufgegriffen werden muss“, betonte Igor Petrischenko.

Abonnieren Sie uns auf
X
Top-Nachrichten
Letzte Nachrichten aus Belarus